Am Samstag, 13. Juli, feiert die Schreinerei Mehne ihr 50-jähriges Bestehen. Am Standort in der in Gewerbestraße 7 erwartet die Besucher die Möglichkeit, sich selbst ein Bild von der Traditionsschreinerei zu machen. Von 11 bis 17 Uhr bietet eine Mischung aus Unterhaltung, Information und Verköstigung die ideale Möglichkeit, die Schreinerei von Inhaber Martin Mehne und seiner Familie in Augenschein zu nehmen. Der hat den Betrieb mit Sitz in der Gewerbestraße (neben bcs) von seinem Vater Richard Mehne übernommen. Der Senior hat die Bau- und Möbelschreinerei im Jahr 1969 mit sieben Mitarbeitern gestartet. Drei Jahre später verlegte er auch seinen Wohnsitz an diesen Ort. 1985 wurde die Werkstatt erweitert und unter anderem mit einem hochmodernen Lackierraum ergänzt. Seit 1999 führt Schreinermeister Martin Mehne die Geschicke des Betriebes, der vor allem für hochwertige Einzelanfertigungen bekannt ist. Aktuell sind zehn Mitarbeiter bei ihm beschäftigt. Der Betrieb ist seit Anbeginn ein begehrter Lehrbetrieb für die Ausbildung von Nachwuchsschreinern in der Region. Nachdem Richard Mehne rund 40 junge Menschen in den Beruf des Schreiners geführt hat, führt Martin Mehne diese Tradition fort. Selbst zahlreiche Mitbewerber haben hier gelernt. Seit Jahren kommt mindestens einer der Innungssieger aus dem Betrieb. Und auch die eigene Zukunft wird aus der Familie heraus weitergeführt. Sohn Marcel ist im zweiten Lehrjahr und wird den Betrieb, dessen Erweiterung bereits geplant ist, später voraussichtlich übernehmen.

Zum Jubiläum können die Besucher unter anderem eine Ausstellung von Gesellenstücken besichtigen. Ferner winken hochwertige Preise bei einer Tombola. Hier werden allein 50 Gewinne unter die Loskäufer gebracht. Die Hälfte der Einnahmen fließen in ein soziales Projekt, in dem eine Familie unterstützt wird, deren Mutter schwer erkrankt ist. Bei einem Blätterquiz können die Besucher unter Beweis stellen, wie gut sie die heimischen Bäume und ihr Holz erkennen. Außerdem dürfen die Gäste neueste Technologien ausprobieren. Mit einer VR-Brille tauchen sie virtuell in die Pläne der Schreinerei Mehne ein. Die Pläne werden heute in unterschiedlichster Form angefertigt. Die Kunden erhalten moderne Computerausdrucke der Pläne. Bei der Schreinerei Mehne sind aber weiterhin handgezeichnete Pläne keine Seltenheit. Immer dann, wenn Sylvana Mehne sich in die Gestaltung der Stücke einschaltet, wird es handwerklich. Das kann man auch bei allen Produkten der Eigenmarke „Holz und Herz“ sehen, die aus dem Massivholzverschnitt anderer Werkstücke entstehen. Dabei handelt es sich um „Dinge, die man nicht braucht, aber unbedingt haben möchte“, wie Martin Mehne verrät. Die Stücke sind Unikate, die aus heimischem Holz gefertigt wurden. Oftmals kann sogar der genaue Standort des Baumes genannt werden. Jedes Teil ist personalisiert und zu vielen Stücken hat Designerin Sylvana Mehne sogar eine kleine Geschichte aufgeschrieben. Das Geschäft „Holz und Herz“ ist am Jubiläumstag ebenfalls für die Besucher und Gäste geöffnet.