Im Rahmen der Berichterstattung zur CDU-Bürgerveranstaltung "Gehör(t)", die sich mit dem Neubau der Markolfhalle beschäftigte, ist in einem Zitat eines Ortschaftsrats ein falsches Datum genannt worden. Die Stadtverwaltung hat nicht vor erst 2022 mit dem Neubau zu beginnen, sondern 2020. Dies haben in der gestrigen Sitzung des Ausschusses Planung, Technik und Umwelt Oberbürgermeister Martin Staab und Baudezernatsleiter Thomas Nöken klargestellt. Vielmehr soll der Neubau 2022 abgeschlossen sein.

Neue Halle genießt höchste Priorität

"Das Projekt genießt nach dem Seebad aktuell höchste Priorität", so Nöken weiter. Die Stadt plant mit dem Abbruch beziehungsweise mit dem Teilrückbau der nach dem verheerenden Brand nicht mehr nutzbaren Halle 2020 zu beginnen. Ein sehr eingedampfter Plan, wie Nöken empfindet. Große Spielräume den Zeitplan aufgrund der jetzigen unbefriedigenden Situation für die Markelfinger Bürger, Vereine und Institutionen zu entspannen, sieht er nicht.

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Obwohl der Zeitplan straff ist, ist er einigen Stadträten dennoch zu lang. CDU-Stadtrat Christof Stadler wies deshalb daraufhin, dass die Ungeduld in Markelfingen wachse. Sein Vorschlag: Mit dem Abriss der Markolfhalle könnte bereits 2019 begonnen werden. "Jede Woche, in der die neue Halle früher fertig ist, ist eine gute Nachricht", so Stadler. Nöken entgegnete, dass ein früherer Abrisstermin zwar ein "politisches Zeichen" sei, aber man dann damit rechnen müsse, dass die Kosten steigen. "Eine laufende Baustelle muss auch entsprechend gesichert werden. Deswegen bevorzugen wir den Abriss und den Neubau zeitlich nahe zusammenzulegen", sagte Nöken.

Verärgerung in Markelfingen ist spürbar

Lorenz Thum (CDU) betonte, dass die Markelfinger Bürger bei den Planungen miteinbezogen wurde. Dennoch sei die Verärgerung im Radolfzeller Ortsteil spürbar. "Die Bürger ärgert, dass über ein dreiviertel Jahr nichts gemacht wurde. In dieser Zeit ist einfach nichts gegangen – und das ist ein Fakt", machte er seinem Unmut Luft. Um den Neubau voranzutreiben, wurde im Ortschaftsrat extra ein Arbeitskreis, der sich mit der Halle beschäftigt, gegründet. OB Staab sicherte Thum zu, dass offene Fragen, etwa mit der Feuerwehr, deren Gebäude mit der Halle verbunden ist, geklärt werden.

Seriosität soll bewahrt werden

Norbert Lumbe, Fraktionssprecher der SPD, hegte die Befürchtung, dass das beschleunigte Verfahren beim Seebad und bei der Halle dem Gemeinderat irgendwann auf die Füße fallen könnte: "Diese Geschwindigkeit können wir nicht bei allen Projekten an den Tag legen." Um die Seriosität zu bewahren, dürfe ein beschleunigtes Verfahren nicht zur Regel werden. Ein erstes Gespräch mit dem Architekten der neuen Halle ist indes für den Montag, 28. Januar, vorgesehen.