Der Bundeskunstpreis für Menschen mit Behinderung gehört zum bedeutsamsten Preis seiner Art. 1978 zum ersten Mal in Radolfzell ausgelobt, wird er jedes zweite Jahr vergeben.

„Der Preis hat bei Menschen mit Behinderung eine hohe Relevanz, weil sie mit ihm die Möglichkeit haben, ihr Schaffen und Können einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen“, sagte Bürgermeisterin Monika Laule bei der Präsentation der Ausstellung von 100 Kunstwerken in der Villa Bosch. Ab Sonntag, 20. September, ist die Schau bis zum 8. November dort zu sehen.

300 Bewerber aus dem gesamten Bundesgebiet

Deutschlandweit bewarben sich 300 Menschen aus Kunstwerkstätten und Ateliers für Behinderte, aber auch einzelne Künstler um den Preis. 15 von ihnen werden ausgezeichnet und erhalten Geldpreise. Insgesamt sind 6450 Euro im Topf.

Wegen der Pandemie verzichtete die Stadt auf eine öffentliche Preisverleihung. Stattdessen werden die Künstler im Internet mit den Bildern der Preisübergabe geehrt und auf der eigenen Kulturhomepage der Stadt präsentiert.

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Die Schirmherrschaft übernahm die Baden-Württembergische Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Theresia Bauer. In einer Videobotschaft richtet sie sich ab Sonntag mit einem Grußwort an die Künstler. Auch wird die Ausstellung auf Film festgehalten.

Marlis Faller vom Kunstverein arrangierte die Ausstellung

Das Video kann über die Kultur-Homepage im Internet betrachtet werden. „Man sieht, was die Pandemie an Kreativität freilegt „, freut sich Laule: „Das Kulturbüro entwickelte viele kreative Ideen, damit der Bundeskunstpreis so öffentlich wie möglich gemacht werden kann.“

Die Ausstellung wurde von Marlis Faller vom Kunstverein Radolfzell arrangiert. Eine Jury bewertete die eingereichten Kunstwerke unabhängig von der Art der Behinderung, erläuterte die Leiterin des Kulturbüros, Angelique Tracik.

Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Die Bilder können erworben werden, zudem verleiht die Artothek das mit dem ersten Preis bedachte Bild ab Mitte Januar. Ausstellung und Preisverleihung ab Sonntag auch unter www.kultur-radolfzell.de

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