Die erfolgreichen archäologischen Untersuchungen auf künftigen Kiesabbauflächen zwischen Orsingen und Wahlwies sind inzwischen abgeschlossen. Sie dauerten in Etappen fast vier Jahre und es wurden laut Kreisarchäologe Jürgen Hald etwa sechs Hektar Fläche untersucht. Die Entdeckungen umfassen an verschiedenen Stellen Siedlungsreste mehrerer Zeitepochen, zum Beispiel aus der mittleren Bronzezeit.

Zu den Entdeckungen gehören Hausgrundrisse, Abfallgruben, Scherben von Gefäßen, Messer und sogar unerwartete Brandgräber, Goldschmuck und Bernsteinperlen. Goldfunde seien sehr selten, wie Hald einmal bei einem Vortrag über die Grabungen sagte.

„Eine wichtige und ergiebige Fläche“

„Vom Wissenschaftlichen her sind die Funde sehr wichtig, weil Grundrisse von dieser Menge und Qualität bisher nur in Anselfingen/Welschingen und Ehingen gefunden wurden“, erklärt Hald im Rückblick auf die Grabungen. Die Funde erlauben Rückschlüsse auf die Lebensweise in der damaligen Zeit. Hald nennt das Areal „eine wichtige und ergiebige Fläche“. Er lobt auch die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Kieswerk.

Das könnte Sie auch interessieren

Die ersten Hausgrundrisse waren bereits 2015 im Rahmen von Voruntersuchungen gefunden worden. Im März des Jahres 2017 begannen detailliertere Ausgrabungen auf der Erweiterungsfläche des Kieswerks Hardt im Gewann „Im unteren Bann“, die mit Pausen bis Ende 2020 liefen. Die auf solche Grabungen spezialisierte Firma Archaeo Task aus Engen-Welschingen war für die Kreisarchäologie und das Landesamt für Denkmalpflege im Einsatz. Die Funde konnten neben der Bronzezeit auch in die Eisenzeit eingeordnet werden.

Das Kieswerk trug die Kosten für das Projekt und stellte einen Bagger zur Verfügung. Alle gesicherten Funde kamen in das zentrale Fundarchiv nach Rastatt, so Hald. Doch es könnte aufgrund der Menge Jahre dauern, bis sie untersucht und restauriert sind.

Das könnte Sie auch interessieren