Spätestens alle 15 Jahre müssen Betreiber von Abwasseranlagen für häusliches und kommunales Abwasser bei Misch- und Schmutzwasserkanälen prüfen, ob diese noch den Regeln der Technik entsprechen. Das sieht eine Verordnung des Umweltministeriums vor.

Letzte Untersuchung im Jahr 2011

Nachdem die letzte Untersuchung 2011 stattgefunden hat, muss das Kanalnetz im Gemeindegebiet in den kommenden Jahren überprüft werden. Bürgermeister Bernhard Volk machte in der jüngsten Ratssitzung klar, dass die Überprüfung im Zusammenhang mit der Erstellung des allgemeinen Kanalisationsplans (AKP) sinnvoll sei.

Ein durchgerostetes Wasserrohr aus einer Hausanschlussleitung.
Ein durchgerostetes Wasserrohr aus einer Hausanschlussleitung. | Bild: Gemeinde Orsingen-Nenzingen

Er schlug vor, das Ingenieurbüro Reckmann, das den AKP 2021 für Orsingen und voraussichtlich 2022 für Nenzingen erstellen wird, auch mit der fachplanerischen Begleitung der Prüfmaßnahmen zu beauftragen. Dieser Beschluss erging einstimmig.

Gebührenbelastung soll reduziert werden

Diese Maßnahmen könnten laut Volk in mehreren Abschnitten abgewickelt werden, um die Kosten zu verteilen, keine allzu hohen Investitionen im Kanalsystem zu erzeugen sowie resultierende Gebührenbelastungen zu reduzieren.

Ralph J. Schiel (FGL) fragte nach den Kostendimensionen. Volk sprach für Orsingen von rund 28.000 Euro Honorarkosten, für Nenzingen von etwa 26.000 Euro. Dazu käme die Befahrung des kompletten Kanalnetzes, also die Inspektion der Rohre von innen, indem eine Kamera hindurchgefahren wird: In Orsingen koste diese etwa 82.000 Euro, in Nenzingen 76.000 Euro, jeweils brutto. Weitere sechsstellige Beträge seien für die Beseitigung der Schäden zu erwarten.

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Man müsse im offenen Verbau auch auf die Straßenverkehrssituation Rücksicht nehmen, daher sei es wichtig, eine Priorisierung vorzunehmen, sagte Bürgermeister Volk.