Neben einem Milchhäusle gibt es in Orsingen nun auch ein Bücherhäusle: Stefan Stemmer und Jürgen Bätzner haben es gebaut, ihre Frauen Christina Kästle und Melanie Hörrmann-Bätzner haben ihm mit dunkelroter Ölfarbe auf Naturbasis ein hübsches Ansehen verliehen. Jetzt stehen darin gut erhaltene Bücher für alle Altersklassen. Ab sofort darf dort getauscht werden.

Bereits als im Dorf der Bioladen öffnete, hatte Christina Kästle dort Obstkisten mit gebrauchten Büchern aufgestellt. Sie erinnert sich: „Die Resonanz der Besucher war toll. Es kamen Gespräche zustande zwischen Kunden und Büchertauschern, das Interesse war also da. In Nenzingen ist das Tauschregal ebenfalls gut frequentiert, wir wollten es hier auch probieren.“

Für die Ausführung haben sich die Orsinger von einem Zollhäusle inspirieren lassen. „Wir haben einen Ausflug nach Aach gemacht. Dort steht ja eins beim unteren Stadttor“, erzählt Stefan Stemmer. Vorerst hat ihr Häusle keine Tür, denn die Öffnung zeigt nicht zur Wetterseite. Die Initiatoren wollen beobachten, ob es bei Regen Probleme gibt.

Ein Angebot auch für Touristen

Das halbfertige Häusle war schon ein beliebter Foto-Punkt an der Fasnacht. Jetzt enthält es Sach- und Kochbücher, Romane, Krimis, Herz-Schmerz-Lektüre und Kinderbücher. Einige Bücher stammen von einer Haushaltsauflösung, eine Mitbürgerin hat schon getauscht. Auch für Urlauber auf dem Campingplatz könnte das Angebot interessant sein.

„Und die Radfahrer, die im Sommer bei uns ein Eis essen oder zum Kaffeetrinken kommen, schauen da vielleicht ebenfalls rein“, sagt Jürgen Bätzner. Sollte das Häusle voll sein, können sich Spender im Bioladen melden. Melanie Hörrmann-Bätzner möchte noch eine Infotafel anbringen, auf der nachbarschaftliche Angebote Platz finden.

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Bürgermeister Stefan Keil lobt das Engagement: „Es ist großartig, wenn Einwohner was für andere Einwohner und die Gemeinschaft tun, das belebt den Ort. Dieses Projekt ist absolut generationenübergreifend, das finde ich toll.“