Der Bauantrag eines Ehepaares, das auf seinem Wohnbaugrundstück in Nenzingen kurzfristig ein Mobilheim aufstellen möchte, beschäftigte den Gemeinderat in der vergangenen Sitzung. Die Eheleute sind selbstständig und suchen schon länger eine geeignete Immobilie oder einen Gewerbebauplatz, weil sie Räume für ihre gewerbliche Tätigkeit brauchen.

Die Baurechtsbehörde wurde vorab informiert. Das Vorhaben könne danach grundsätzlich genehmigt werden, wenn alle baurechtlichen Bestimmungen eingehalten würden, so Bürgermeister Bernhard Volk. Ein Einfügen in die Umgebungsbebauung sei aus Sicht der Verwaltung gegeben. Roland Riegger (CDU) hakte nach. Er wisse nicht genau, wie das Gebäude genutzt werden solle. Außerdem sei das Gebiet um das Grundstück relativ eng. Laut Bernhard Volk sollen in dem Mobilheim Beratungstätigkeiten, Telefonate und andere Büroarbeiten erfolgen und Prospektmaterial gelagert werden.

Verkehrssituation vor Ort problematisch

Einige Gemeinderäte wollten wissen, wie sich der Begriff „kurzfristig“ definiere und ob man den Bau zeitlich begrenzen könne. Harry Metzger befürchtete außerdem, das Gebäude könne unter Umständen auch anderweitig genutzt werden. Die Anzahl der Stellplätze wurde von mehreren Gemeinderäten angesprochen. Volk erklärte, man könne einen Stellplatznachweis anfordern, betonte jedoch, wenn laut gesetzlichen Grundlagen ausreichende Stellplätze ausgewiesen würden, könne die Gemeinde nicht mehr verlangen.

Der Bürgermeister bestätigte die Bedenken der Gemeinderäte, dass die Verkehrssituation vor Ort problematisch sei, sodass gewährleistet sein müsse, dass potenzielles Ein- und Ausladen nicht auf der Straße geschehe. Nachdem Antonie Schäuble (FWV) es prinzipiell gut fand, das eigene Grundstück zu nutzen, jedoch alle Einwände richtig nannte, fasste der Bürgermeister zusammen, die vorliegenden Informationen zu diesem Vorhaben seien nicht ausreichend. Der Antrag wurde daher zurückgestellt.