Ein Wohngebäude der Gemeinde in der Braunenberger Straße in Nenzigen, das zu Unterbringungen, zum Beispiel von Flüchtlingen, dient, wird energetisch saniert. Das hat der Gemeinderat jüngst entschieden. Dafür hat das Planungsbüro Paul die notwendigen Maßnahmen zusammengestellt und die Kosten ermittelt.

Klaus Paul schlug sieben Varianten vor, die sich im Bereich der Heiz- und Abgasanlage unterschieden. Bisher werden die Doppelhaushälften mit einer zentralen Gasheizungsanlage betrieben. Die neue Lösung sieht separate Anlagen vor. Der Rat stimmte für eine Pelletheizung. Für eine Haushälfte biete der Keller genug Lagerfläche, so Paul. Für den Umbau gebe es außerdem Zuschüsse von rund 40 Prozent.

Sanierung günstiger als Neubau

Die Gemeinderäte begrüßten die Umstellung auf regenerative Energie. Joachim Kiewel (SPD) schlug eine Wärmepumpe für Warmwasser vor. Er fragte, ob mit dem Nachbarn gesprochen worden sei. Eventuell könne man Geld sparen, wenn man sich gemeinsam für eine neue Heizung entscheide. Bürgermeister Bernhard Volk sagte, er habe die Entscheidung abgewartet und wolle nun das Gespräch mit dem Nachbarn führen.

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Roland Riegger (CDU) betonte, für ihn sei nur darstellbar, so viel Geld auszugeben, weil man damit Gutes für die Natur tue. Der Bürgermeister entgegnete, mit den geplanten Kosten sei man weit weg vom Betrag für einen Neubau. Der Innenbereich sei nicht sanierungsbedürftig. Wichtig sei die Sanierung der Außenhülle und eine vernünftige Heizung.

Wertsteigerung und lange Lebensdauer

Stefan Stemmer (CDU) gab ihm recht, dies stelle eine Wertsteigerung des Eigentums dar. Daraus solle sich möglichst eine ebenso lange Lebensdauer ergeben, wie sie das Haus schon erlebt habe, so Volk.

Der Rat beauftragte das Planungsbüro Paul mit der Planung und Ausschreibung der Sanierung. Man wolle die technisch anspruchsvolle Lösung mit Pelletheizung, Wärmepumpe und möglicher Photovoltaik-Anlage so angehen. Die Gemeinde beantragt ein KfW-Darlehen und einen Tilgungszuschuss.