Zum Schutz der Bühne und des Bühnenvorhangs gibt es in den beiden Mehrzweckhallen der Gemeinde Orsingen-Nenzingen Ballfangnetze. Das Netz in der Kirnberghalle hängt seit der Inbetriebnahme der Halle im Jahr 1983, auch das etwas jüngere Netz in der Rebberghalle gehört zur Erstausstattung. Beide funktionieren nicht mehr richtig und sind sehr reparaturanfällig. Der Gemeinderat beschloss daher einstimmig, beide Ballfangvorhänge zu ersetzen.

Instandsetzung lohnt nicht

Bürgermeister Bernhard Volk hatte zuvor dargestellt, dass Aussagen seiner Verwaltung zufolge eine Instandsetzung wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll sei. Weil solche Ballfangnetze jedoch für die Mischnutzung der Hallen ein notwendiger Bestandteil seien, müsse eine Ersatzbeschaffung erfolgen. Die Firma Gotthilf Benz Turngeräte aus Winnenden habe für Lieferung und Montage zweier Ballfangnetze ein Angebot in Höhe von knapp 12.200 Euro brutto vorgelegt. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass diese Firma schon die Wartung aller in den Hallen vorhandenen Sportgeräte übernommen hat. Durch eine Beschaffung über sie könnten Synergien bei den späteren Wartungen der Ballfangnetze und übrigen Sportgeräte erzielt werden.

Diese Ballfangnetze beider Hallen werden nun durch neue Netze ersetzt.
Diese Ballfangnetze beider Hallen werden nun durch neue Netze ersetzt. | Bild: Gemeinde Orsingen-Nenzingen

Rentiert sich die Ausgabe derzeit?

Ralph J. Schiel (FGL) fragte, ob diese Ausgabe als Kapitalanlage zu verstehen sei, da doch aktuell die Hallen nicht benutzt würden? Volk betonte, in Nenzingen finde nach wie vor Schulsport statt. Er hoffe, dass auch die Kirnberghalle nicht auf lange Zeit unbenutzt bleibe und wolle die Zeit nutzen, um später nicht in laufende Vereinsaktivitäten eingreifen zu müssen. Franz-Josef Hartmann, Leiter der Technischen Dienste, erklärte, das Projekt würde in diesem Jahr noch umgesetzt werden.

Im Moment ist hier nicht viel los. Wenn nach Corona alles wieder erlaubt ist, dann wird der Parkplatz an der Kirnberghalle wieder gefüllt sein. Und dann hängt vielleicht schon der neue Bühnenvorhang.
Im Moment ist hier nicht viel los. Wenn nach Corona alles wieder erlaubt ist, dann wird der Parkplatz an der Kirnberghalle wieder gefüllt sein. Und dann hängt vielleicht schon der neue Bühnenvorhang. | Bild: Claudia Ladwig

Geld bereits eingeplant

Der Bürgermeister ergänzte, dass die Gemeinde bereits eingeplante Mittel für Investitionen möglichst auch ausgeben wolle. Und die Investition in neue Ballfangnetze sei keine unnötige, sondern eine notwendige. Der Gemeinderat stimmte der Auftragsvergabe einstimmig zu. Das Gremium beschäftigte sich auch mit dem Bühnenvorhang der Rebberghalle. Während der Vorhang in der Kirnberghalle zwischenzeitlich ausgetauscht wurde, ist jener in Nenzingen noch der ursprüngliche. Bei einer Prüfung auf Brandschutz war eine verpflichtend vorgeschriebene Feuerfestigkeit nicht eindeutig nachweisbar. Die untere Baurechtsbehörde empfahl deshalb, den Bühnenvorhang zu ersetzen.

Zwei Angebote sind eingegangen

Von zwei eingegangen Angeboten stammt das günstigere von der Firma Raumausstattung Steinert in Singen. Inklusive Lieferung und Montage beträgt die Gesamtsumme knapp 5100 Euro brutto. Das notwendige Geld hierfür hat die Gemeinde bereits bereitgestellt. Der Gemeinderat beschloss daher einstimmig, einen neuen Bühnenvorhang zu bestellen. Da der Preis für jede Farbe gleich ist, schlug Bürgermeister Bernhard Volk vor, nach dem Beschluss die Farbmuster durchzusehen und gemeinsam eine Farbe auszuwählen.