Bei Kanalüberprüfungen für Einzelbauvorhaben in Orsingen wurde entdeckt, dass einige Abschnitte der Ortskanalisation eingestaut oder überstaut sind. Das ist ein Problem: Dadurch sei ein geordneter Wasserabfluss nur noch bedingt gegeben und eine Neuberechnung des Allgemeinen Kanalisationsplans (AKP) für Orsingen dringend geboten, erklärte Bürgermeister Bernhard Volk in der jüngsten Ratssitzung.

In den vergangenen Jahren wurden außerdem Bauflächen ausgewiesen, die im Flächennutzungsplan nicht enthalten und daher auch im AKP nicht berücksichtigt sind. Zusätzlich müssten die vermehrten Niederschlagsmengen berücksichtigt werden.

Auftragsvergabe für 34.300 Euro

Das Ingenieurbüro Reckmann hat entsprechende Grundlagendaten, weil es seit vielen Jahren für die Gemeinde tätig ist. Der Gemeinderat beschloss daher einstimmig, diesem Ingenieurbüro den Auftrag zur Aufstellung des AKP für Orsingen zum Angebotspreis von rund 34.300 Euro zu erteilen.

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Roman Roth (FWV) fragte, ob das Ingenieurbüro nur den Bestand prüfe oder auch mögliche Erweiterungsflächen. Volk antwortete, zunächst werde der Bestand erfasst, dann in Abstimmung festgelegt, welche Flächen noch in die Betrachtung einfließen sollen. „Der AKP sollte wieder 15 Jahre oder länger halten. Es müssen Maßnahmen erarbeitet werden, die einer Entwicklungsperspektive Rechnung tragen“, so Volk.

Hinweise an Bauherren notwendig

Christine Leithe (FWV) machte klar, dass bei An- und Umbauten im Altbestand des Ortes darauf hingewiesen werden müsse, dass das Regenwasser nicht mehr in die Kanalisation geleitet wird. Der Bürgermeister bestätigte, insbesondere in den Altortslagen gebe es noch solche Mischwasseranlagen. Das fehle bei der Grundwasserneubildung und die Kanalsysteme seien auch deshalb überlastet, weil dieses Wasser mit einlaufe. Bauherren müssten dafür sorgen, dass das Niederschlagswasser auf dem eigenen Grundstück versickern könne.

„Wir haben diese Idee schon vor 20 Jahren aufgegriffen: Wenn jemand bei der Umgestaltung seiner Außenanlage Regenfallrohre abhängte und das Wasser versickerte, gab es Zuschüsse.“ Ein Notüberlauf könne an den Kanal angeschlossen werden.

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