Vereinssport ist in diesem Jahr kein leichtes Unterfangen. Das spürt auch der RMSV Nenzingen mit seinen 15 Kunstradlern und zehn Einradfahrern. Die Radlerhalle ist zu klein, um die vorgegebenen Hygienemaßnahmen umzusetzen. Die Vereinsvorsitzende Beate Reiser ist daher froh, dass ihre Mitglieder seit den Pfingstferien wieder in der Rebberghalle trainieren können – in festen Gruppen, erst nur zu zehnt, aktuell mit 20 Personen gleichzeitig.

Die Trainer tragen Maske und dürfen Hilfestellung geben. „Beim Reinkommen muss man einen Mund-Nasen-Schutz tragen und am besten schon umgezogen sein“, erklärt Beate Reiser. Oder man zieht sich hinter dem Bühnenvorhang um. Dort wurde eine provisorische Umkleidekabine eingerichtet.

Die 18-jährige Charlene Eckhardt freut sich, dass sie mit ihrem Kunstrad in der Rebberghalle trainieren darf.
Die 18-jährige Charlene Eckhardt freut sich, dass sie mit ihrem Kunstrad in der Rebberghalle trainieren darf. | Bild: Claudia Ladwig

Bei ihrem Training hören die Gruppen zehn Minuten früher auf, die nächsten beginnen zehn Minuten später, damit gut gelüftet werden kann. Nach dem letzten Training muss alles desinfiziert und muss die Toilette gereinigt werden. Putzzeug und Desinfektionsmittel stellt die Gemeinde.

Normalerweise bestreitet der RMSV erfolgreich Wettkämpfe, in diesem Jahr gab es nur acht, bevor die Pandemie losging. „Am 15. November soll ein Pokalwettkampf in Baden-Baden stattfinden – ohne Siegerehrung und ohne Wirtschaftsbetrieb“, sagt Beate Reiser. Sie glaubt noch nicht daran.

Verein hat Crowdfunding-Projekt ins Leben gerufen

Außer einem Grillfest in den Sommerferien fand überhaupt kein Vereinsleben statt, auch die beliebten Showauftritte fehlten. So konnte der Verein auch kein Geld einnehmen, was dringend nötig wäre, denn die Spülmaschine der Radlerhalle ist defekt. „Die Fixkosten für Strom, Wasser und Heizung bleiben aber und für Feste können wir die Halle auch nicht vermieten“, erzählt Reiser. Der RMSV hat daher ein Crowdfunding-Projekt ins Leben gerufen und hofft auf zahlreiche Spenden.

Das nächste Jahr hat der RMSV bereits geplant. Wenn es klappt, will man auch wieder beim Stockacher Ferienprogramm mitwirken.

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