Beide Ortsteile der Doppelgemeinde haben jeweils eine Mehrzweckhalle, die intensiv von den Vereinen genutzt wird. Die in den 80er-Jahren gebauten Hallen werden sowohl für sportliche als auch kulturelle Veranstaltungen gebraucht. Nun hat die Gemeinde beide Hallen zum größten Teil saniert. Beide verfügen jeweils über Küche, Galerie, feste Bühne und Sanitärräume. Die Kirnberghalle in Orsingen und die Rebberghalle in Nenzingen wurden über die Jahre den Bedürfnissen der Nutzer angepasst. Zum Teil auch mit deren Eigenleistung. Wichtig war auch die Umsetzung des Brandschutzes.

Gebaut wurde die Kirnberghalle 1983. An sie wurde zweimal angebaut und auch ein gepflasterter Außenbereich im hinteren Teil der Halle geschaffen, auf dem ein Zelt aufgebaut werden kann. An die 1989 gebaute Rebberghalle wurde nicht angebaut. Die Nenzinger haben weniger Platzbedarf, da es im Ort weitere Hallen gibt, nämlich die Halle des Rad- und Motorsportvereins und die Turnhalle des Turnvereins. Die Schule nutzt teilweise die Rebberghalle für Sport oder als ihren eigenen Multifunktionsraum.

Die Rebberghalle ist die größte Halle Nenzingens. Hier wurde in diesem Jahr die Heizungs- und Lüftungsanlage saniert. Bild: Susanne Schön
Die Rebberghalle ist die größte Halle Nenzingens. Hier wurde in diesem Jahr die Heizungs- und Lüftungsanlage saniert. Bild: Susanne Schön

Nach 30-jähriger Nutzung tauchen Verschleißerscheinungen auf. "Die Hallen müssen regelmäßig unterhalten werden. Schönheitsreparaturen reichen nicht mehr. Mit den Jahren hat auch die Technik Ausfälle", erläutert Bürgermeister Bernhard Volk. Erneuert wurde in diesem Jahr die Heizungs- und Lüftungsanlage in der Rebberghalle. Der Kostenansatz von 210 000 Euro werde voraussichtlich eingehalten, freut sich Volk. Dabei bekam die Gemeinde einen staatlichen Zuschuss von fast 40 000 Euro.

Die Gemeinde tauschte den Ölkessel durch einen Pelletkessel aus, verbesserte die Wärmerückgewinnung dank einer neuen Reglungsanlage ebenso wie die Zuluftreglung mittels Wärmetauscher und die Anbindung an den Pufferspeicher. Die Heizungs- und Lüftungsanlage in der Kirnberghalle soll nach gleichem Konzept folgen. "Die Vereinsvorstände werden in die automatisierte Heizungs- und Lüftungstechnik eingewiesen", stellte der Bürgermeister in Aussicht. Generell werde sich die Anlage je nach Witterung und Veranstaltung selbst steuern.

Bereits 2014 wurde der Sanitärbereich der Kirnberghalle saniert, zudem gab es Malerarbeiten unter anderem im Foyer. Mit dem Architekturbüro von Alexander Stemmer habe man einen verlässlichen Partner mit großer Ortskenntnis, lobt Volk. In diesem Jahr überarbeitete man die Küche der Kirnberghalle. Neue Wandfliesen, neuer Bodenbelag, neue Schränke und eine neue Einteilung dienen nicht nur der Optik. Durch die neue Einteilung ist ein besserer Arbeitsablauf möglich. So wird nun auf der einen Seite das schmutzige Geschirr gereinigt und auf der anderen Seite werden Speisen zubereitet. Ganz nach gesetzlichen Vorschriften.

 

Weitere Pläne

Bei der diesjährigen Einwohnerversammlung gab Bürgermeister Bernhard Volk bekannt, dass weitere Arbeiten an der Kirnberghalle geplant sind. Energetisch verbessert werden sollen die Glasfassade und der Speicher durch eine Dämmung. Arbeiten an der Heizungs- und Lüftungsanlage sollen nun auch in Orsingen umgesetzt werden. In der Umkleide soll es Maßnahmen im Sanitärbereich geben. Zudem ist die Erneuerung von Sportboden und Hallenzugang geplant. Im kommenden Jahr sollen die Vorhaben umgesetzt werden. Die Halle wird für die Zeit der Sanierung nicht nutzbar sein. (sch)