Elmar Bold ist verstorben. Der 78-jährige Kaufmann, der mit seiner Frau Christa 33 Jahre lang ein Lebensmittelgeschäft in der Stockacher Straße betrieben hatte, war in Nenzingen bekannt und beliebt. Er starb am vergangenen Samstag nach kurzer, schwerer Krankheit. Elmar Bold war Ehrenmitglied in der Nenzinger Feuerwehr, in der er sich in jungen Jahren sehr aktiv engagiert hat. Im Nenzinger Narrenverein Moofangen hatte er lange das Amt des Kassierers inne, war außerdem Obrist und Ehrenmitglied. Der 78-Jährige war zudem Träger des Dackelordens der Narrenvereinigung Hegau Bodensee. Elmar Bold engagierte sich auch im Rad- und Motorsportverein Nenzingen (RMSV) und hat eine Verbandssehrennadel vom Badischen Rad- und Motorfahrer-Bund verliehen bekommen.

„Sein großes Hobby war das Reiten“, erzählt Christa Bold. Ihr Mann, mit dem sie im vergangenen Herbst die goldene Hochzeit gefeiert hat, besaß ein eigenes Pferd. Er und seine Tochter teilten die Liebe zum Reitsport. Bis vor wenigen Wochen sei er auch noch reiten gewesen.

Die Anfänge des Lebensmittelgeschäfts Bold hatte Elmar Bolds Mutter Hedwig gemacht. Das Geschäft war von 1937 bis 1943 in der Stockacher Straße 26, von 1943 bis 1954 in der Stockacher Straße 51. Im Jahr 1954 kaufte und baute die Familie schließlich den Laden um, den Elmar Bold und seine Frau bis Oktober 2007 führten. Das Geschäft hatte ein Vollsortiment und in den Jahren vor der Schließung auch einen Postschalter. Das Bedauern in der Gemeinde war damals groß. In die Räume im Hause Bold zog kurz darauf eine Bäckerei. Das Ehepaar Bold hatte sich gemeinsam mit Bürgermeister Bernhard Volk stark um eine Nachfolge bemüht. Es sei ihm wichtig, dass wenigstens ein Teil des Ladens erhalten bleibe und die Nenzinger nicht ganz im Regen stünden, sagte Elmar Bold damals, wie der SÜDKURIER berichtete.

Die Beisetzung von Elmar Bold auf dem Nenzinger Friedhof war am Freitag.