In Alfred Mutter kann man den mit 36 Amtsjahren dienstältesten Bürgermeister des Landkreises sehen – oder einen begeisterten Fasnachter mit dem Schalk im Nacken, gewissermaßen einen Narrenmutter. Die Loschore von Langenstein haben sich für die letztere Sichtweise entschieden. Auf ihren Vorschlag hin hat Mutter nun die höchste Auszeichnung erhalten, die der Fasnachtsmuseumsverein von Schloss Langenstein zu vergeben hat. Dessen Präsident Michael Fuchs und die Vorsitzende Carola Schäpke haben Mutter gestern Abend im Hölzernen Gang des Schlosses den Alefanzorden 2019 umgehängt. In der Urkunde wird Mutter als "meist krawattenlos daherkommender Schultes" mit "hoher Steher-Qualität" gewürdigt. Mutter sei "ein mit leicht unterkühlter Empathie begabter Charmeur, also eine ideale fasnächtliche Brauchgestalt, die den Alefanzorden zweifellos verdient hat", heißt es darin weiter. Die Laudatio auf den jüngsten Alefanz übernahm Wolfgang Reuther, ehemals Stockacher Narrenrichter und in diesem Jahr zum ersten Mal Kläger vor dem Narrengericht. Derzeit läuft in Volkertshausen der Wahlkampf um die Nachfolge Mutters, der erste Wahlgang ist für den 20. Januar angesetzt.

Das Porträt hat Michael Fuchs gezeichnet und dem Alefanz 2019 im Schloss überreicht. Darauf darf das Geweih als Zeichen für die Volkertshausener Narrenzunft Rehbock nicht fehlen – und das Rathaus im Hintergrund natürlich auch nicht.