Als Harry Metzger sie fragte, ob sie für den Gemeinderat kandidieren wolle, nahm sich Cordula Buhl aus Orsingen erstmal ein paar Tage Bedenkzeit. Dann stimmte die technische Zeichnerin und Hausfrau zu, denn ihr Wunsch ist es, sich aktiv für die Gemeinde einzusetzen und das Leben für die Dorfgemeinschaft mitzugestalten.

Elternvertreterin und aktiv in Vereinen

Erfahrungen aus verschiedenen Ehrenämtern bringt sie mit: „Vom Kindergarten bis zum Gymnasium war ich Elternvertreterin in den Klassen meiner Söhne“, erzählt sie. In einigen Vereinen war sie Vorstandsmitglied, aktuell ist sie Jugendleiterin im SV Orsingen-Nenzingen sowie aktiv in der Nachbarschaftshilfe.

Cordula Buhl sagt, sie lebe sehr gerne in Orsingen. „Die Menschen hier sind sehr offen, man findet schnell Anschluss, wenn man es möchte.“ Sie wolle Ansprechpartnerin für die Bevölkerung sein. Da viele Leute sie kennen würden, sei die Hemmschwelle vielleicht geringer, als wenn sie direkt bei einer öffentlichen Sitzung des Gemeinderats das Wort ergreifen müssten, glaubt sie.

„Ich möchte Neues lernen“

Die Themen des Gemeinderats interessieren sie alle. „Ich möchte Neues lernen und Einblicke gewinnen. Natürlich liegen mir unsere Vereine sehr am Herzen, denn ohne sie lebt ein Dorf nicht, finde ich.“ Sie sei dafür, die Spielplätze möglichst schnell zu richten, damit die Kinder dort bald spielen können.

Die vielen kleinen Wege, die zum Ortsbild gehörten und gerade für Kinder eine gewisse Sicherheit böten, wolle sie möglichst erhalten. „Bauen ja, aber immer mit Rücksicht auf die Natur“, sagt sie. Bei diesem und anderen Themen habe sie durchaus schon Gemeinsamkeiten und Übereinstimmungen mit den anderen Gemeinderäten entdeckt.

Finanzplanung und Baurecht

Im Herbst nimmt sie an Kursen zu Finanzplanung und Baurecht teil, um diese komplexen Bereiche besser zu verstehen und so in die Gemeinderatsarbeit hineinzuwachsen. Für die Zukunft wünscht sie sich mehr Leben im Dorfkern, vielleicht durch einen Treffpunkt für alle Generationen.