Der 25-jährige Schilder- und Lichtreklame-Hersteller Christoph Joos arbeitet im väterlichen Betrieb im Industriegebiet Hardt. Er erzählt: „Ich hatte schon früh Einblicke in die Arbeit des Gemeinderates, weil mein Vater dort tätig war. Anfangs kam ich mir für ein solch verantwortungsvolles Amt zu jung vor. Durch Zuspruch aus verschiedenen Ecken habe ich mich dann doch dafür entschieden, mich auf der Liste der Freien Wähler zur Wahl zu stellen.“ Alle, mit denen er spreche, freuten sich, dass jetzt ein paar junge Mitglieder dabei seien. Joos sagt: „Mich interessiert das Dorfgeschehen. Jetzt bekomme ich einen tieferen Einblick, kann mitentscheiden und Einfluss nehmen.“

Der Anfang sei nicht ganz leicht, er verstehe noch nicht alles. „Aber im Oktober haben sich die Neuen auf Anregung von Bürgermeister Volk zu zwei Lehrgängen angemeldet“, erzählt er. Sie hätten eine Liste mit Vorschlägen erhalten und sich für Finanzwesen und Bau- sowie Planungsrecht entschieden. Joos: „Das wird mir helfen, besser in die Materie reinzukommen.“ Sein Interesse liege vor allem auf den Bauthemen in und um den Ort und auf den Gewerbegebieten und den Möglichkeiten, die sich dort künftig bieten könnten.

Er will sich zu Wort melden, wenn ihm etwas nicht gefällt

„Ich finde es wichtig, Altes und Historisches zu erhalten und zu pflegen. Aber man sollte auch zukunftsorientiert und vorausschauend sein und – wenn nötig – Mut zu Neuem oder Veränderungen haben“, betont Joos. Er werde sich zu Wort melden, wenn ihm etwas nicht gefalle.

Im Gemeinderat wünsche er sich einen sachlichen und fairen Umgang miteinander und eine produktive Zusammenarbeit: „Ich hoffe, dass man – egal nach welcher Entscheidung – auch von den Bewohnern weiterhin respektvoll behandelt wird.“ Er halte es für wichtig, dass Bürger zu öffentlichen Sitzungen kämen, dort Einblicke in aktuelle Themen und Entscheidungen bekämen und ihre Anliegen vortragen würden. Vielleicht könne es ihm auch gelingen, jüngere Leute für die Ortspolitik zu begeistern.