Antonie Schäuble ist eine der fünf Neuen im Gemeinderat. Die dreifache Mutter stammt aus dem Hochschwarzwald. Sie kam eigentlich 2005 nur drei Monate für ein Praktikum an den Bodensee. Ihr Mann hatte in der Zeit einen Saisonjob angenommen. Es gefiel ihnen so gut, dass sie blieben. „Da hat ein Zahnrad ins andere gegriffen, immer ergab sich etwas Neues. Ich bin glücklich hier, sonst hätte ich mich ja nicht aufstellen lassen“, sagt die Agraringenieurin.

Sie möchte das Dorf so mitgestalten, dass sich junge und alte Menschen wohlfühlen. „Als Gemeinderätin möchte ich ein offenes Ohr für alle Anliegen haben, auch wenn mir klar ist, dass man nicht alle Wünsche erfüllen kann“, sagt sie. „Entscheidungen des Gemeinderats sollten transparent und nachvollziehbar sein, das ist mir wichtig.“

Man müsse kommunizieren, warum man sich wie entscheide. Das zeige den Wählern auch, dass man sich Gedanken mache. „Ich möchte ein klassisches Bindeglied zwischen Verwaltung und Bevölkerung sein und vermitteln, auch wenn ich in der Sache manchmal persönlich vielleicht anderer Meinung bin.“

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Als stellvertretende Bürgermeisterin wird sie, wenn Bernhard Volk verhindert ist, repräsentative Aufgaben, die Urlaubsvertretung, Termine bei Generalversammlungen, runden Geburtstagen oder Ehejubiläen übernehmen. Sie sagt offen: „Ich habe noch keinerlei Erfahrung in diesem Amt, da brauche ich noch Zeit. Aber ich sehe uns alle als Team. Meine Stimme zählt genauso viel wie alle anderen auch.“

Manche Räte kenne sie gut, andere noch wenig. „Es ist spannend zu erleben, wie jeder tickt. Und jeder entscheidet für sich, unabhängig von Partei oder Wählervereinigung. Das finde ich auch richtig so.“

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Sie wolle ein Dorf, mit dem die Bürger sich identifizieren. Daher gefällt ihr die Idee, beim Spielplatz in Orsingen mit den Bewohnern die Bäume zu pflanzen. „Bürger in Projekte einzubinden fördert den Zusammenhalt und das Verantwortungsbewusstsein. Für zeitlich begrenzte Projekte findet man bestimmt Leute.“