Am Samstag, 10. Dezember, veranstaltet der Musikverein Nenzingen um 19.30 Uhr sein Jahreskonzert in der Rebberghalle. Einlass ist ab 18.30 Uhr, der Eintritt kostet sieben Euro. Den ersten Teil gestaltet das Jugendblasorchester Orsingen-Nenzingen unter der Leitung von Tobias Probst. Für das große Orchester hatte Dirigent Christian Senger über 40 Stücke vorgeschlagen. Daraus hatte eine Musikerkommission einige Stücke ausgewählt. Die Musiker überlegen dabei auch immer, was dem Publikum gefallen könnte. "Wir gehen unsere Favoriten durch, gucken, wo es Übereinstimmungen gibt und stellen dann das Programm zusammen", sagte Senger. Der Medienbeauftragte des Vereins, Heiko Ruß, ergänzte lachend: "Das letzte Wort hat aber immer noch der Dirigent."

Die gewählten Stücke sind sehr anspruchsvoll. Vor allem die Klarinetten und Flöten seien diesmal extrem gefordert, betonte Senger. Musikalisch reicht das Programm von Klassik über Filmmusik und Musical bis zu Pop-Medleys. Viele Zuhörer werden vermutlich die Melodie aus dem Film "Mein Name ist Nobody" mit Terence Hill kennen. Oder die Titelmusik von Klaus Doldinger aus dem Film "Das Boot".

Die Musiker wollten sich aber nicht auf ein Thema beschränken, sondern ihre ganze Bandbreite zeigen. Auch in diesem Jahr sind alle Stücke neu. Mitte September haben die Musiker mit den Proben begonnen. Einmal pro Woche gab es eine Gesamtprobe. Ab Oktober fanden zusätzlich auch Registerproben statt. Der Dirigent erzählte: "Ich hatte drei oder vier Mal Probe in der Woche, dazu gelegentlich noch am Wochenende." Besonders effektiv war das Probewochenende in Rottweil. Dort hätten sie eine Gesamtprobe über zwölf Stunden gehabt. "Dazu müssen wir sonst sechs Musikproben machen", beschrieb Tenorhornist Ruß.

Er sagte, dem Dirigenten gelinge es immer wieder, den richtigen Spannungsbogen bis zum Konzert aufzubauen. Christian Senger verfolgt dabei die Devise: "Es muss die Chance bestehen, dass was schief gehen kann. Dann sind die Anspannung und die Konzentration auf dem Höhepunkt." Jeder der 49 Musiker im Alter von 14 bis 76 Jahren sei sehr gut vorbereitet und alle fieberten dem Konzert entgegen. Das Erlebnis wirke lange nach. "Man zehrt das ganze Jahr davon, dass man einmal an die Grenzen geht."