Bald leuchten in Orsingen-Nenzingens Straßen überall LED-Lampen. Um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und um aufgrund des geringeren Stromverbrauchs Kosten zu sparen hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen, die rund 280 verbliebenen alten Natriumdampflampen durch LED-Lampen zu ersetzen. Die Maßnahme soll planerisch von der Netze BW betreut werden, die für die Gemeinde die Betriebsführung macht.

Schon zweimal hatte das Gremium der schrittweisen Modernisierung der Straßenbeleuchtung zugestimmt. Anfang 2013 wurden 68 Quecksilberdampflampen (Kofferleuchten) und 17 Natriumdampflampen ausgetauscht. Den damaligen Umrüstungskosten von knapp 54 000 Euro stand ein Zuschuss von gut 12 100 Euro gegenüber. Der gesamte Stromverbrauch für die Straßenbeleuchtung ging danach von rund 100 000 auf etwa 85 000 Kilowattstunden und damit um etwa 15 Prozent pro Jahr zurück.

Drei Jahre später wurden weitere 71 Quecksilberdampflampen (Bogenleuchten vom Typ Bega) durch LED-Straßenlampen ersetzt. Die Kosten lagen bei knapp 60 600 Euro, der Zuschuss betrug rund 8250 Euro. Wieder ging der Stromverbrauch zurück, diesmal auf 75 000 Kilowattstunden je Jahr.

Aktuell gibt es rund 480 Straßenlampen, darunter die 156 bereits getauschten sowie 46 LED-Lampen, die in den vergangenen acht Jahren in den Baugebieten gesetzt wurden. Die Verwaltung rechnet für den Austausch der restlichen rund 280 Lampen bei einem Stückpreis von 500 Euro zuzüglich Projektierungskosten mit rund 150 000 Euro Kosten, die im Haushaltsplan des kommenden Jahres zu veranschlagen sind.

Bürgermeister Bernhard Volk erklärte, man könne noch bis Ende September beim Projektträger Jülich, der im Auftrag des Bundes Förderprogramme umsetzt, einen Antrag auf Förderung der Maßnahme stellen.

Die Förderhöhe betrage – sofern eine Minderung der Treibhausgasemissionen von mindestens 50 Prozent erreicht werde – bis zu 20 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, hier also rund 30 000 Euro.