Als das Stockacher Ferienprogramm zu Gast in Nenzingen war, ging es rund. Denn Gastgeber war der Rad- und Motorsportverein, dessen Mitglieder zeigten den jungen Besuchern, wie man auf nur einem Rad fahren kann und was es braucht, um Kunststücke darauf zu machen. Susann hatte beim ersten Schnuppertag noch keine Ahnung, was auf sie wartete. Doch beim zweiten Termin konnte sie den Neulingen bereits erste Kunststücke vorführen. Einradfahren ist übrigens ein Mannschaftssport. Das konnte man gleich erleben, denn es braucht von Anfang an Hilfe.

Während die einen Kinder sich das Einrad schnappten, stiegen die anderen aufs Kunstrad. Danach wurde getauscht. "Kunstrad fahren ist einfach", war oft zu hören. Ganz im Gegensatz zum Einrad fahren. Denn während in der einen Hallenhälfte die Räder leise schnurrten und die Kinder sich konzentriert auf den Rädern bewegten, hörte man in der anderen Hallenhälfte immer wieder die Einräder fallen. Doch konzentriert und ehrgeizig waren alle am Werk. Auch Susann übte noch das Einrad fahren. Ein paar Meter gelangen schon. Doch auch nach acht Wochen üben ist es noch eine Herausforderung, mit dem Einrad dahin zu fahren wo man will. Aber im Verein gibt es Hilfe und Tipps beim Erlernen.

Bloß nicht auf der Straße nachmachen

"Macht die Kunststücke nicht mit euren Rädern und auf der Straße nach", mahnte Verena Auer. Denn zum einen seien die Räder nicht dafür ausgelegt und zum anderen könne man sich beim Fallen auf hartem Untergrund verletzen. "Wichtig ist es auch, sich im Kunstradsport zu dehnen", weiß Verena Auer aus ihrer Erfahrung als Sportlerin. "In unserem Sport braucht man Kondition, Beweglichkeit, Gleichgewichtssinn, Konzentration und vor allem Ausdauer", verriet sie. Für den Verein sei die Teilnahme am Ferienprogramm ein Erfolg, zog Vorsitzende Beate Reiser Bilanz. Sie freute sich, dass sie ihre Sportart Kindern vorstellen konnten, die sonst vielleicht nie Erfahrungen im Kunstradfahren gemacht hätten.