Die Feuerwehr Orsingen-Nenzingen hat sich in den vergangenen Jahren äußerlich und innerlich sehr verändert. Die Außenansicht fällt natürlich zuerst ins Auge: 2018 konnten die Einsatzkräfte das umgebaute Feuerwehrgerätehaus in Orsingen beziehen. Bei der Einweihung und vor allem beim Tag der offenen Tür präsentierte sich die Feuerwehr der Öffentlichkeit. Bürgermeister Bernhard Volk befand bei der Hauptversammlung: "Die Einweihung der beiden umgebauten Gebäude von Feuerwehr und Kindergarten hat gut gepasst."

Die inneren Veränderungen wurden bei der Hauptversammlung sichtbar. So wurde aus den beiden Löschzügen Orsingen und Nenzingen die Feuerwehr Orsingen-Nenzingen. Als der Bürgermeister zurückblickte und erklärte, diese Entwicklung sei nicht einfach gewesen, nickte Kreisbrandmeister Carsten Sorg wissend.

Auch der Rückzug von Kommandant Armin Winter gehört zu den inneren Veränderungen der Feuerwehr. An der Spitze stehen nun Manuel Winter als Kommandant und Matthias Menzer als sein Stellvertreter. Bereits im Januar hat der Gemeinderat die beiden gewählt. Nun haben die Kameraden dies ebenfalls getan und in der nächsten Gemeinderatssitzung können sie offiziell in ihre Ämter eingesetzt werden. Sie haben diese bis zum Ende der nächsten turnusgemäßen Wahlen inne. Hierzu wurde extra die Feuerwehrsatzung geändert.

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Mit dem Rückzug von Armin Winter ging eine Ära zu Ende. Fast 20 Jahre stand er an der Spitze der Feuerwehr Orsingen-Nenzingen. "Die Anforderungen an die Feuerwehr, ihren Kommandanten und die Feuerwehrangehörigen sind stetig gestiegen", so Bernhard Volk. Er dankte Armin Winter für die geleistete Arbeit und zählte Ersatzbeschaffungen im Bereich Fahrzeuge auf und den Umbau des Gerätehauses. "Die Feuerwehr hat immer bekommen, was sie braucht. Auch wenn es nicht immer so schnell ging wie gewünscht." Dabei seien es aber oft die kleinen, unsichtbaren Dinge, die die Arbeit des Kommandanten ausmachten. Als Beispiel dafür lobte er Armin Winter für seinen stets wachen Blick auf die Hydrantenstandorte in Neubaugebieten. Natürlich bedankten sich auch die Kameraden bei ihrem ehemaligen Kommandanten, der nun Ehrenkommandant wurde.

Mehrere Ehrungen für 15 Jahre Dienstzeit

In der Hauptversammlung gab es auch Ehrungen für andere Mitglieder. Carsten Sorg hatte das Ehrenzeichen in Bronze für 15 Jahre Dienstzeit für Matthias Menzer, Matthias Muffler, Alexander und Samuel Roth, Sonja Ruß sowie Patrick Walde dabei. Gerhard Glöckler und Albrecht Höre traten der Altersabteilung bei und auch Stefan Ruß schied aus dem aktiven Dienst aus. Neu in der Wehr konnten Jakob Imhäuser, Dominik Ruß und Nico Schwarz aufgenommen werden. Sven Stemmer wurde zum Atemschutzträger ernannt.

Die Berichte in der Versammlung zeichneten zudem das Bild einer aktiven Wehr. Neben fünf Ausschusssitzungen, 14 Einsätzen und 21 Proben gab es auch viele kameradschaftliche Treffen und alle nahmen aktiv am Dorfleben teil. Es gab positive Resonanz auf den Tag der offenen Tür anlässlich der Einweihung des Feuerwehrgerätehauses: Die Zahl der Jugendlichen verdoppelte sich auf zehn. Am Schluss gab Carsten Sorg noch Einblicke in die Entwicklungen und Pläne des Landkreises im Feuerwehrwesen.