Weit über die Grenzen der Doppelgemeinde hinaus ist der Nachbarschaftshilfeverein „Hand in Hand“ bekannt. Es gab 63 Gründungsmitglieder, heute hat der Verein 188 Mitglieder. 20 Helfer versorgen 27 Klienten und leisteten im vergangenen Jahr 1323 Stunden. Obwohl sie nur in der Doppelgemeinde unterwegs waren, kamen dabei über 6000 Kilometer zusammen.

Hilfe bei der Haushaltsführung

Die ehrenamtlichen Helfer leisten Unterstützung bei der Haushaltsführung. Dazu gehören beispielsweise die gemeinsame Zubereitung von Mahlzeiten und Einkaufen. Aber auch Besuchs- und Begleitdienste zum Beispiel bei Arztterminen, Spaziergänge, Gespräche und andere gemeinsame Unternehmungen sind Teil der Dienstleistungen. Hilfe gibt es auch beim Schriftverkehr. Wichtig ist dabei auch die Entlastung für pflegende Angehörige sowie kurzfristige Hilfe für Familien und Alleinstehende.

Helferinnen und Klientinnen kommen sowohl aus Orsingen als auch aus Nenzingen. Auch das beliebte Mittagessen mit Programm wird abwechselnd in beiden Orten ausgerichtet. So wächst die Doppelgemeinde auf besondere Art zusammen.

Aufgaben des Vereins nehmen zu

„So ein Verein hat gefehlt“, erklärte Marina Grüner. Sie gab das Kassenbuch an Ingrid Knobelspies weiter, versprach aber, dass sie weiter für den Verein aktiv sein werde. Sie listete die Buchungen auf, die sie in den über vier Jahren getätigt hatte.

Darin spiegelte sich wieder, was auch der Kassenbericht ergeben hatte: Die Einsatzzahlen und Aufgaben des Vereins nehmen zu. „Wir sind eigentlich kein Verein sondern eher eine kleine Firma“, sagt Marina Grüner.

Ausflüge und ein monatliches Mittagessen

Und doch ist „Hand in Hand“ ein gemeinnütziger Verein, dessen Mitglieder sich ehrenamtlich für das Wohl benachteiligter Bürger einsetzen. Dazu gehört neben den oben aufgelisteten Dienstleistungen auch ein gemeinsamer Jahresausflug, der im vergangenen Jahr auf die Birnau führte, sowie die monatlichen Mittagessen. Gerade letztere erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und sind für viele Senioren ein wichtiger Treffpunkt geworden.

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Doch hat der Vorstand von Anfang an nicht nur die Klienten im Blick gehabt. Die ehrenamtlichen Helfer werden gut ausgebildet und treffen sich regelmäßig zum Austausch. Manche Fortbildungen sind auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Im vergangenen Jahr war dies ein Vortrag zum Thema Validation nach Naomi Feil. Validation umschließt wertschätzenden Umgang und wertschätzende Kommunikation mit demenziell erkrankten Menschen. Diese Grundhaltung erleichtert den Umgang mit demenziell Erkrankten.

Hilfe beim Abschied nehmen

Zudem werden die Helfer auch beim Abschied nehmen unterstützt. Manchmal verstirbt der Klient, den man eine lange Zeit begleitet hat und bei dem man Teil der Familie war. In diesen schweren Zeiten gibt es Unterstützung von den Vereinsmitgliedern für Helfer und Familie. Die starke Gemeinschaft der Nachbarschaftshilfe ist auch hier weit mehr als ein Verein, zu dem man wöchentlich zum Trainieren oder Üben geht. „Danke an alle, die sich beim Dienst am Nächsten einbringen“, dankte Vera Zeiher ihren Helferinnen