Es wird eng im Saal des Dorfgemeinschaftshauses Orsingen. Viele Menschen sind der Einladung des Bürgermeisters Bernhard Volk und seines Gemeinderats gefolgt, um mit Volk seinen 60. Geburtstag zu feiern. Beim Festakt umrahmen ihn neben seiner Frau Alexandra und Sohn Pascal die Kollegen Rainer Stolz, Manfred Jüppner, Florian Zindeler, Benjamin Mors und Johannes Moser. Alle Redner der langen, aber keineswegs langweiligen Reihe drücken ihre Wertschätzung aus und finden lobende und herzliche Worte für den Jubilar.

Peter Wolf, stellvertretender Bürgermeister, führt durch das Programm und begrüßt eine neunköpfige Abordnung beider Musikvereine, die den Abend mit fünf Beiträgen würdig umrahmt. Bernhard Volk freut sich, neben seiner Familie und Freunden auch mit Personen zu feiern, mit denen er in und für die Gemeinde und Raumschaft arbeiten darf oder durfte. Die Feier erfolge mit zweiwöchiger Verspätung, weil er für eine seriöse Antwort auf die Frage, wie man sich mit 60 fühle, erst ein paar Tage habe zubringen wollen, witzelte er. Sein Fazit: Keine Veränderung. Er begrüße die Gäste nun in seinem 30. Amtsjahr. „Ich finde, das klingt einfach besser.“

Stockachs Bürgermeister Rainer Stolz (rechts) freut sich, dass Bernhard Volk nun altersmäßig zur 60er-Riege mit ihm und Manfred Jüppner aus Mühlingen aufgeschlossen hat.
Stockachs Bürgermeister Rainer Stolz (rechts) freut sich, dass Bernhard Volk nun altersmäßig zur 60er-Riege mit ihm und Manfred Jüppner aus Mühlingen aufgeschlossen hat. | Bild: Claudia Ladwig

Seinem Rückblick lässt sich entnehmen, dass die beruflich intensivste Station sein jetziges Amt ist. Er wünsche sich weiter eine angenehme Zusammenarbeit und eine Fortsetzung der Atmosphäre des Vertrauens mit dem Gemeinderat. Privat dankt er seiner Familie für ihre Unterstützung und hebt seine Zeit im Musikverein seiner Heimatgemeinde hervor, in der wichtige Weichen gestellt worden seien.

Stockachs Bürgermeister Rainer Stolz spricht als Vertreter der Verwaltungsgemeinschaft Stockach. Er bezeichnet Volk als Bürgermeisterkollegen und Freund, der ausgesprochen kompetent, zuverlässig, verbindlich und durchsetzungsfähig sei. Volk bringe sich stark in die Zusammenarbeit der sechs Bürgermeister ein, was die Verwaltungsgemeinschaft stärke.

Engens Bürgermeister Johannes Moser gratuliert im Namen des Gemeindetags Baden-Württemberg. Volk führe die Kasse des Gemeindetags und man sei schuldenfrei, das Gleiche werde voraussichtlich ab 2019 auch für Orsingen-Nenzingen gelten. Er lobte die vielen Anregungen und Ideen Volks. Dieser sei ein Mensch, mit dem man sehr gut auskommen und sehr kollegial zusammenarbeiten könne. Das findet auch Pfarrer Jürgen Faulhammer. Bei Entscheidungen zu Grundstücken, Häusern und Festen habe es Berührungspunkte gegeben. Das gute Miteinander habe der Kirchen- wie auch der politischen Gemeinde gedient. Er wünscht dem Bürgermeister Gesundheit und Schaffenskraft, aber auch, dass er den richtigen Zeitpunkt für den Absprung aus dem Berufsleben finde. Seine evangelische Kollegin Martina Stockburger schließt sich den guten Wünschen an.

Carina Kraus-Hinderegger, die Freundin von Pascal Volk, Alexandra Volk und Jubilar Bernhard Volk hören aufmerksam den Grußworten zu. Hinter ihnen stehen die Bürgermeister der Nachbargeneinden, in der Mitte ist Manfrad Jüppner aus Mühlingen zu sehen.
Carina Kraus-Hinderegger, die Freundin von Pascal Volk, Alexandra Volk und Jubilar Bernhard Volk hören aufmerksam den Grußworten zu. Hinter ihnen stehen die Bürgermeister der Nachbargeneinden, in der Mitte ist Manfred Jüppner aus Mühlingen zu sehen. | Bild: Claudia Ladwig

Udo Widenhorn dichtet einen Text von Reinhard Mey um in „60 – was jetzt schon?“ und überreicht Geschenke der Bediensteten der Gemeinde als Beitrag zur Anschaffung eines E-Bikes. Er wünscht seinem Chef fast im übertragenen Sinne, dass der Akku immer erst dann leer ist, wenn das Ziel erreicht ist. Auch Schulleiterin Jeannette Spiekermann bringt ein Geschenk. „Wir können nicht nur digital, sondern auch analog“ sagt sie über das Kunstwerk, das die Schüler gestaltet haben.