Orsingen-Nenzingen – Das Interesse an Bauplätzen in Orsingen-Nenzingen ist nach wie vor groß. Nachdem im Baugebiet Eizen I alle Bauplätze verkauft sind, sollen weitere Wohnbauflächen für den Ortsteil Orsingen ausgewiesen werden. Der Flächennutzungsplan sieht dafür angrenzend an Eizen I Flächen vor. Die Entwurfsplanung war Thema in der jüngsten Gemeinderatssitzung, zu der auch zahlreiche Zuhörer erschienen.

So sieht die Entwurfsplanung aus

Gleich zu Beginn stellte Bürgermeister Bernhard Volk klar, dass es sich bei dieser Vorberatung um den ersten Schritt handle. Erst wenn die erste Verfahrensrunde mit Offenlage und Bürgerbeteiligung überstanden sei, sei in Ansätzen erkennbar, wo es hingehe. "Frühestens dann ist es der Gemeinde möglich, Auskünfte zu geben." Zunächst sei es wichtig zu entscheiden, ob die Einteilung des Baugebietes grundsätzlich so realisiert werden könne oder ob Korrekturen nötig seien. Laut Entwurfsplanung sind 17 Grundstücke zwischen 445 und knapp 600 Quadratmetern für Einfamilienhäuser sowie drei Grundstücke mit je etwa 1000 Quadratmetern für Mehrfamilienhäuser vorgesehen. Im Wesentlichen wolle man die Vorgaben aus dem Bebauungsplan Eizen I übernehmen. Kleine Korrekturen bei der Festsetzung der Einfamilienhäuser oder den Abgrabungen für Tiefgaragen seien aus Sicht der Verwaltung erforderlich. Volk schlug zudem vor, keine absolute Zahl bei der überbaubaren Grundstücksfläche festzusetzen.

Der Blick von der Kirnberghalle aus zeigt das neue Baugebiet. Die Entwurfsplanung war jetzt Thema im Gemeinderat. Im Hintergrund ist die Randbebauung des Gebiets Eizen I zu sehen. Bild: Claudia Ladwig
Der Blick von der Kirnberghalle aus zeigt das neue Baugebiet. Die Entwurfsplanung war jetzt Thema im Gemeinderat. Im Hintergrund ist die Randbebauung des Gebiets Eizen I zu sehen.

Mehrere Straßen erschließen das Gebiet

Er führte aus, dass die Gemeinde vorhabe, zunächst eine Teilerschießung vorzunehmen. Zu klären sei, ob die Haupterschließungsstraße oder die seitlichen Straßen als Höhenbezug dienen sollten oder man an den NN-Höhen festhalte, was empfehlenswert sei. Man müsse sich mit Lärmschutzmaßnahmen auseinandersetzen und könne sich Richtung Kirnberghalle und Campingplatz eine Garagenanlage vorstellen. "Nicht nur eine Wand ohne Nutzen. Für weitere Stellplätze besteht durchaus eine Nachfrage", erklärte Volk.

Bauherren sollen auch Freiheiten genießen

Die Baugrenzen zur Straße sollten drei Meter, vor Garagen jedoch mindestens fünf Meter betragen. Die Firstrichtung werde den Bauherren freigestellt. "Es wird die gleiche Großzügigkeit geben wie im Gebiet Eizen I", sagte Volk. Das ermögliche sehr viele individuelle Gestaltungen. Reine Flachdachgebäude würden jedoch nicht zugelassen.

Räte beklagen weiterhin den Wohnungsmangel

Harry Metzger sagte, in Orsingen fehlten Wohnungen. Er schlug vor, direkt im Anschluss an Eizen I ein Mehrfamilienhaus mit vier Wohneinheiten zu planen. Auch Christine Leithe befürwortete mehr Wohnungsbau. Sie fragte nach dem Zeitpunkt, zu dem die Bautätigkeit in dem neuen Wohngebiet beginnen könne. Bürgermeister Volk sagte, wenn der Plan vor den Sommerferien auf den Weg komme, könne im März oder April nächsten Jahres die Genehmigung erteilt werden, vermutlich werde es aber länger dauern. Wenn die Erschließungsarbeiten im September oder Oktober 2019 stattfänden, könnten die ersten Bauherren voraussichtlich im Frühjahr 2020 bauen.

Nach der Diskussion wird nun versucht, in der nordwestlichen Außenreihe einen zusätzlichen Bauplatz zu schaffen. In Angrenzung an Eizen I plane man drei Einfamilienhäuser und ein größeres Gebäude, so Volk. Es erging der einstimmige Beschluss, den Entwurf des Bebauungsplans auf Basis der Korrekturen zu überarbeiten und bis zur Verfahrensreife voranzubringen.