Die komplette Führungsriege des Narrenvereins Moofangen Nenzingen 1877 erklärte bei der Hauptversammlung im vergangenen Jahr, dass sie ihre Ämter gerne in jüngere Hände übergeben möchte. Ausnahmsweise wurde zuerst der Posten des Säckelmeisters gewählt. Myriam Weiß gab das Amt aus gesundheitlichen Gründen zurück. Der Vorstand hat im Vorfeld mögliche Kandidaten angesprochen. Doch es gab keine Vorschläge, und auch aus der Versammlung meldete sich zuerst niemand. Frank Veit erklärte dann: „Ich bin wahnsinnig enttäuscht von den Leuten hier. Ich werde das Amt übernehmen, weil ich den Verein nicht aufs Spiel setzen möchte und meinen Freund Alois Seliger nicht hängen lassen möchte.“ Er wurde mit 56 von 74 Stimmen gewählt.

53 Ja-Stimmen für Alois Seliger

Mit dem Säckelmeister stellte sich auch Alois Seliger nochmal für eine letzte Amtsperiode zur Wahl. Für ihn gab es 53 Ja-Stimmen. Mit 73 Stimmen folgte Marius Leithe auf Maren Bold als Schriftführer. Kassenprüfer bleibt Stefan Schuhmacher. Neue Narreneltern sind Katja und Marcel Krafft. Der Narrenrat bekam Zuwachs durch Jaqueline Joos, Roberto Santaguida und Jonathan Klett. Bestätigt wurden der stellvertretende Oberholzer Bernd Schacher und der Oberjockel Timo Rieger.

Das Thema Wahlen und Übernahme von Verantwortung flammte beim Punkt Verschiedenes nochmals auf. Viele Mitglieder wünschten sich eine genaue Jobbeschreibung, damit man wisse, was auf einem zukomme. Und sie erklärten, dass ihnen die prekäre Lage nicht bewusst gewesen sei. Katja Krafft bemerkte daraufhin: „Ihr wusstet das, wolltet mir den Job schmackhaft machen. Und wenn man sich interessiert, dann gibt es nicht nur die Bringschuld des Vorstands, sondern auch die Holschuld des Einzelnen!“

Ältere Narren haben Probleme mit der Maske

Ebenfalls kontrovers diskutiert wurde, ob Maskenträger ihre Masken zurückgeben und trotzdem im Häs mitlaufen können. Dem Antrag der Blätz und Jockel hatte der Narrenrat zugestimmt. Doch nicht wenige Mitglieder sahen darin eine Auflösung der Maskengruppe, die so satzungsgemäß auch nicht vorgesehen ist. Da noch gar kein Antrag vorliegt, wird nun ausgearbeitet, ob und unter welchen Voraussetzungen es möglich sein wird, ohne Maske an Umzügen mitzulaufen. Dafür spricht, das ältere Mitglieder Probleme unter der Maske haben, aber gerne in der Gruppe bleiben möchten. Dagegen spricht das Erscheinungsbild und die Satzung.

Nicht zuletzt wurde noch das Fasnachtsmotto aus fünf Vorschlägen gewählt: „Hoorige Zeiten“ heißt es.

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