Die Friedhöfe in Orsingen und Nenzingen haben recht große Freiflächen. Da es in jüngster Zeit mehrfach Anfragen zu alternativen Bestattungsmöglichkeiten gegeben habe und auch die gärtnergepflegten Grabfelder gut belegt seien, schlug Bürgermeister Bernhard Volk vor, eine Überplanung beider Friedhöfe zur Ausweisung weiterer Grabformen und Grabtypen zu vergeben. Es sei zum Beispiel an Rasengräber oder Baumgräber gedacht.

Er wünschte sich einen raschen Beschluss, damit die Planungen anlaufen und Veränderungen nach Allerheiligen 2020 in Angriff genommen werden könnten. Volk erklärte, es seien mehrere Angebote eingeholt worden. Das Angebot der Firma Ebinger aus Trossingen zum Preis von rund 13.600 Euro habe die Verwaltung überzeugt.

Meinungen und Kritik

Gemeinderat Harry Metzger kritisierte, dass er zustimmen solle, ohne zu wissen, in welche Richtung es gehe. Der Bürgermeister sagte, es gehe zunächst nur um einen Entwurf. Experten sähen die Sache von außen anders, weil sie Erfahrung hätten: „Es ist viel Bewegung in der Friedhofs- und Bestattungskultur.“

Auf den zwei freien Grabfeldern solle etwas anderes entstehen, als das, was bisher da sei. Man werde weder die Kreuzgänge noch die Friedhofshalle verschieben, sondern lediglich Alternativen zu bisherigen Bestattungsformen anbieten. Christine Leithe bat darum, einige Dinge auszuschließen. Grundsätzlich begrüßte sie die Umsetzung ebenso wie Stefan Stemmer.

„Wenn wir keine Urnenwände und anderes wollen, wird es heute aufgenommen und auf den Weg gebracht“, versprach Volk. Roland Riegger regte an, man solle ohne weitere Vorgaben in die Entwurfsplanung gehen und die Impulse abwarten: „Wir sind keine Fachleute.“ Auch Antonie Schäuble sprach sich dafür aus: „Dann wird es kein Flickwerk, sondern das Gesamtbild stimmt.“

Entscheidung bei einer Enthaltung

Änderungen könnten später auf Grundlage des Entwurfs immer noch vorgenommen werden, erklärte Bernhard Volk. Bei einer Enthaltung stimmte der Gemeinderat der Auftragsvergabe zu.