Einblicke in das Leben im historischen Amerika gibt es bald wieder in Nenzingen. Vom 31. Mai bis 3. Juni öffnet der veranstaltende Schützenverein sein Gelände und die Hobbyisten (Menschen, die versuchen möglichst historisch genau den Wilden Westen zu leben) ihre Zelte und Tipis. „Abends kann der Whisky im Saloon oder die Bloody Mary in der Pulqueria genossen werden. Wer außer seiner Kehle auch seine Haut feucht halten möchte, ist bei Lucky, unserem Bademeister, wieder genau richtig. Gegen eine kleine Bestechung gibt es eine Zigarre und Whisky direkt an den Badezuber geliefert und bei einer etwas größeren Bestechung bekommt man mit etwas Glück sogar frisches Badewasser – hört man manchmal“, gibt Schriftführer Robert Schreck einen kleinen Einblick in den Alltag während des Westernschießens.

Auf Western- und Countryfans sowie Westernschützen wartet ein umfangreiches Programm. Für viele Besucher läuft das Westernschießen eher im Hintergrund. Neben den Wettkämpfen mit Western- und Vorderlader-Waffen findet am Donnerstag wieder das Greenhorn-Schießen statt. „Hierbei können sich alle Fans ab 16 Jahren mit einem Westerngewehr im Kaliber 22 beim Präzisionsschießen auf 50 Meter versuchen. Selbstverständlich stehen aktive Westmänner und Ladies helfend zur Seite. Ab einer bestimmten Ringzahl gibt es eine deftige Bierkugel für das Vesper zu gewinnen“, erläutert Robert Schreck. „Unsere Youngsters ab zwölf Jahren haben ebenfalls die Möglichkeit, sich mit einem Westernluftgewehr ein Freigetränk zu ergattern. Beide Disziplinen finden auf dem gleichen Gewehrstand statt, sodass die ganze Familie miteinander wetteifern kann.“

Jede Menge Musik und eine feurige Show

Rund um das Schützenhaus ist viel geboten. Hier kann man sich nicht nur stärken und die durstige Kehle benetzen. Auf der Bühne werden viele Künstler auftreten. Zur Livemusik tanzen oft Squaredancer. Gerne ziehen die Dudelsackspieler auch über das gesamte Gelände. Zudem sind wieder feurige Auftritte von Ancalima geplant, die nur starker Regen aufhalten kann. Ebenso verspricht der kleine Markt eine Augenweide. Dort kann man seinen Auftritt authentischer gestalten oder eine Erinnerung an den Besuch mit nach Hause nehmen.

Ein Besuch im historischen Lager darf natürlich nicht fehlen. „Vom Tipi der Native Americans über die Trapperlodge bis zum Militärlager gibt es viel zu bestaunen und die Hobbyisten geben gerne Auskunft, sofern sie nicht gerade am Lagerfeuer das Feuerwasser testen oder von ihren Frauen zum Küchendienst verdonnert wurden“, zählt Robert Schreck auf, der selbst sein Zelt hier aufschlagen wird. Apropos verdonnert: Das abendliche Böllern mit den Geschützen lässt nicht nur die Lampen und Bänke im Tal vibrieren, sondern sorgt neben viel Rauch auch für glänzende Augen und ein breites Lächeln bei den Fans. Allerdings sollten Kinder und Hunde darauf vorbereitet werden. „Wie gewohnt, sind bei diesem Treffen nicht nur die großen und kleinen Westerner willkommen, sondern auch alle, die es werden wollen“, lädt im Namen seiner Mitglieder der Vorsitzende Urban Martin ein.

Das Programm

Das Schützenhaus ist bereits vom Samstag, 26., bis Mittwoch, 30. Mai, von 14 bis 24 Uhr geöffnet. Die Schießzeiten ab Donnerstag, 31. Mai, sind einem Plan zu entnehmen. Am Donnerstag 31. Mai, und Samstag 2. Juni, hat jeder die Möglichkeit sich im Bogenschießen zu üben. Auf einer abgesteckten Schießbahn stehen Material und fachkundige Helfer bereit.

Der Festbetrieb beginnt Donnerstag, 31. Mai ab 9 Uhr. Für musikalische Unterhaltung sorgen am Donnerstag, 31. Mai, nachmittags Tom Hazy, abends Country Boys. Am Freitag, 1. Juni, abends Shadoogies. Am Samstag, 2. Juni, nachmittags "Die kleine Country Band", abends Daniel T Coates. Am Sonntag, 3. Juni, ab 10 Uhr Daniel T Coates. Zudem werden am Donnerstag- und Freitagabend Ancalima mit ihrer feurigen Show einheizen. Für schottische Stimmung sorgt am Samstag die Bagpipe Association of Konstanz.

Der Geräuschpegel: Vor allem Begleiter von kleinen Kindern und Haustieren sollten beachten, dass von Donnerstag bis Sonntag jeweils um etwa 18.30 Uhr mit Kanonen geböllert wird. Der Veranstalter freut sich über jeden Besucher im Westernoutfit und bittet, Hunde an der Leine zu führen.