Als Gentechnik bezeichnet man Methoden und Verfahren der Biotechnologie, die auf den Kenntnissen der Molekularbiologie und Gentechnik aufbauen und gezielte Eingriffe in das Erbgut von Lebewesen ermöglichen. Konstantin Schäfer, Waldorfschüler aus Orsingen-Nenzingen, hat für seine Jahresarbeit das Thema „Genmanipulation„ gewählt.

Die Gen-Schere und ihre Anwendung

Angefangen habe es damit, dass seine Mutter, Biologie- und Chemielehrerin an seiner Schule, ihm von der Crispr/Cas9-Technik erzählte. „Einfach gesagt ist das eine Gen-Schere, mit der sich die DNA in jedem beliebigen Organismus einfach bearbeiten lässt“, erläutert er. Durch diese Technik sollen jüngst in China die ersten genmanipulierten Babys zur Welt gekommen sein.

Gedanken macht er sich über die Folgen, aber auch über die Möglichkeiten in der Genmanipulation. „In meiner Jahresarbeit versuche ich, mich so breit wie möglich mit allen ihren Bereichen zu beschäftigen“, sagt Konstantin. Angewendet werde die Gentechnik hauptsächlich in der Gen-Therapie, Landwirtschaft, Industrie und Forschung.

Konstantin entschlüsselt DNA-Aufbau

Seinen praktischen Teil absolvierte er in Leipzig bei der Firma seines Vaters, die sich mit der Entschlüsselung von DNA beschäftigt. „Dort habe ich mein Genom, also meinen kompletten DNA-Aufbau entschlüsselt.“ Die Entschlüsselung (Sequenzierung) sei die Grundlage für jede Gen-Manipulation.

„Was ich allerdings nicht durfte war, den Aufbau zu analysieren. Denn dabei könnte man die Anfälligkeiten auf bestimmte schwere Krankheiten herausfinden“ ergänzt er.

„Mich faszinieren die Möglichkeiten“

In seinem Vortrag wird er über die Crispr/Cas9 berichten und die ethischen Aspekte beleuchten. Die Crispr/Cas9 sei keine Erfindung, sondern sie sei in bestimmten Bakterien entdeckt worden.

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Ob er die Genmanipulation als Segen oder als Fluch sieht? Für den Zwölftklässler, der eine Erzieher-Ausbildung und die Fachhochulreife anstrebt, um dann etwas im Bereich Pädagogik zu studieren, stellt sich diese Frage noch nicht. „Mich faszinieren einfach die Möglichkeiten der Technik“ sagt er.