Gemeinsam packen die Mitglieder des Deutschen Roten Kreuzes im Ortsverein Steißlingen-Orsingen an, ob bei Veranstaltungen im sportlichen oder kulturellen Bereich. Zudem sind die Mitglieder des Ortsvereins auch bei anderen Ortsvereinen und bei der Blutspende aktiv. Doch gerade bei der Blutspende laufe es nicht optimal, daher bat Orsingens Gemeinderat Stefan Stemmer bei der Hauptversammlung im Orsinger Feuerwehrhaus: "Es sollten sich mehrere Ortsvereine zusammen schließen. Denn die Auflagen und Absagen vom Blutspendedienst sind für uns Spender schon lange nicht mehr nachvollziehbar und schrecken ab, zur Blutspende zu gehen." Dieser Sachverhalt war dem DRK-Vorsitzenden Artur Ostermaier auch aus eigener Erfahrung bekannt. Zudem erläuterte er, dass die Ortsvereine viel Arbeit bei den Blutspenden hätten, sich die Spenderzahlen aber nahezu halbiert hätten. Dies liege zum einen daran, dass die Auflagen so hoch seien, um eine Blutspende abgeben zu dürfen. Zum anderen gäbe es aber auch viele Termine in kurzer Zeit, sodass mancher bereits andernorts seine Spende abgegeben hätte.

Erfreulicher sei dagegen die Entwicklung bei der Kleiderstube, die jetzt Kleiderladen heißt. "Wir haben eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung. Sowohl bei denen, die Kleider abgeben, als auch bei solchen, die sie bei uns kaufen", sagte Manfred Siems. Er engagiert sich dort mit 13 Frauen ehrenamtlich, insgesamt leisteten sie 745 Stunden. Auch andere Zahlen können sich sehen lassen: 2555 Kleidungsstücke seien von 575 Kunden sowie an die Moldawienhilfe gegangen. Einnahmen im mittleren vierstelligen Bereich stehen niedrige Ausgaben im dreistelligen Bereich gegenüber. Darum ist ein Sozialfond angedacht, der vor allem Jugendliche und Kinder unbürokratisch unterstützen soll. Die Satzung wird derzeit vom Vorstand mit Finanzamt und dem Kreisvorstand erarbeitet.

Mut machten auch die engagierten Mitglieder des Jugendrotkreuz'. Jugendleiterin Rebecca Menzer stellte die Aktivitäten vor. Aus ihrem Bericht ging hervor, dass die Jugend bereits eng mit den aktiven Mitgliedern zusammenarbeitet und auch kreisweit einen hohen Ausbildungsstand zeigt. "Wir blicken mit Sorge und Zuversicht in die Zukunft", fasste Artur Ostermaier zusammen. Man habe ein schwieriges Jahr hinter sich, was auch der jungen und unerfahrenen Bereitschaft geschuldet sei. Leider hätten sich einige der erfahreneren Mitglieder völlig zurückgezogen, was den Übergang schwer gemacht habe.

Kassenabschluss und Haushaltsplan trafen auf die Zustimmung der Mitglieder. In diesem Jahr sind Sonderausgaben im Bereich Digitalfunk, Dienstkleidung und Homepage sowie eine Rücklagenentnahme für den geplanten Sozialfond vorgesehen. Die enge Verzahnung von Feuerwehr und DRK zeigte sich übrigens nicht nur bei den Räumen, sondern auch bei den anwesenden Feuerwehrmitgliedern beider Kommunen, die für gute Zusammenarbeit dankten und auf gemeinsame Jahresübungen zurückblicken konnten.

 

Wahlen und Ehrungen

Außer der Reihe musste ein neuer Kassier gefunden werden, da Harald Laier dieses Amt aus privaten und beruflichen Gründen zurückgab. Das Kassenbuch führt nun die bisherige Schriftführerin Anja Menzer. Dieses Amt übernimmt nun Sven Hänsel. Eine Bereitschaftsleiterin konnte immer noch nicht gefunden werden. Erfreulich war für den Verein die Neuaufnahme von Constantin Walter.

Geehrt wurden Julia Fuchs und Dominik Ruß für fünf Jahre Mitgliedschaft sowie Kim Schön für zehn Jahre. Der Bereitschaftsarzt Fritz Grüninger ist seit 25 Jahren Mitglied. Artur Ostermaier ist seit 39 Jahren Vorsitzender in Steißlingen und war davor sechs Jahre in Engen aktiv. Somit konnte er für 45 Jahre im DRK geehrt werden. (sch)