Probleme mit Lärm und Entwässerung machen Änderungen im Bebauungsplan des Sanierungsgebiets Weiher II in Nenzingen notwendig, wo neuer Wohnbaum entstehen soll. Träger öffentlicher Belange hatten in der Offenlage die Möglichkeit, sich zu äußern und haben dies auch genutzt.

Größere Korrekturen werden nicht nötig sein, war das Ergebnis in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Trotzdem ist aufgrund der Änderungen eine erneute Offenlage erforderlich. Der Gemeinderat stimmte der Abwägung einstimmig zu und beauftragte die Verwaltung mit einer weiteren Offenlage und der Einholung von Stellungnahmen der Behörden, die von diesen Änderungen betroffen sind.

Das Landratsamt Konstanz hatte auf die Lärmproblematik durch stationäre Klima-, Kühl- und Lüftungsgeräte, Luft-Wärme-Pumpen und Mini-Blockheizkraftwerke hingewiesen. Im Bebauungsplan werde daher ein Passus ergänzt, der die Einhaltung der Abstände und Schalleistungspegel festschreibt, wie es im "Leitfaden für die Verbesserung des Schutzes gegen Lärm bei stationären Geräten" vorgesehen ist. Gegebenenfalls müsse es schalldämmende Maßnahmen geben, so Bürgermeister Bernhard Volk. "Wenn es im Bebauungsplan steht, kann es wirklich jeder wissen", sagte er dazu. Diese Festsetzung der Emissionswerte sei immer mal wieder ein Thema, daher werde man diesen Punkt künftig gleich in die Entwurfsplanung einfügen.

Eine weitere Anregung des Landratsamtes bezog sich auf die Entwässerungskonzeption. Im Bereich Weiher II liegt der Staukanal auf der Nordseite. Die Notentwässerung würde im Moment über die Wiesen erfolgen. "Dieser Fall ist noch nicht eingetreten, aber der Notüberlauf muss angebunden werden", sagte Volk. Eine zusätzliche Leitung im Bereich Hafnerwegle sei Gegenstand des Wasserrechtsgesuchs, das derzeit erarbeitet werde. Der Überlauf befinde sich momentan im Bereich am tiefsten Punkt in der Verlängerung der Straße "Am Weiher". Die Leitung müsse an anderer Stelle auf den Vorfluter geführt werden.

Bernhard Volk führte aus, dass sich durch die zweite Offenlage voraussichtlich ein Verzug von etwa sechs Wochen ergeben werde. Die Satzung könne wahrscheinlich im März beschlossen werden.