Es hakt, aber gibt Aussicht auf Besserung: Am Donnerstag gegen 7.30 Uhr hatten die drei Linie-400-Busse an der Bushaltestelle beim Kindergarten in Orsingen wieder Verspätungen und es gab Verwirrung. Die Schüler fragten den Busfahrer und stiegen teilweise wieder aus, da der Bus nicht an der Grundschule vorbei fuhr. Mindestens ein Kind blieb aber versehentlich drin – Mitschüler riefen ihm noch nach, doch es war schon zu spät. 

Dabei hatte Rainer Klink, Geschäftsführer der Stadtbus Tuttlingen Klink GmbH, am Mittwoch zugesagt, dass ein Mitarbeiter vor Ort sein solle. Auf SÜDKURIER-Nachfrage erklärte er, dass dieser im 7.25 Uhr-Bus gewesen sei, der aus Richtung Aach kam und in dem bereits sehr viele Schüler drin waren.

Bus hatte keine Anzeige der Linie

Dieser verspätete Bus hatte kein Aufschrift zur Linie oder dem Fahrziel. Klink relativierte seine Angabe vom Mittwoch: Die Busse mit den funktionierenden Zieltafeln seien „weitgehend“ auf den Schullinien unterwegs.

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Es soll Änderungen geben

Klink erklärte am Donnerstag auch, dass er mit dem Landratsamt absprechen wolle, dass der 7.27-Uhr-Bus, der direkt in Orsingen startet und somit noch leer ist, bereits um 7.24 Uhr fährt und an der Grundschule in Nenzingen vorbeifährt. Somit sollen dann künftig zwei von drei Bussen an der Grundschule vorbeifahren.

Beschwerde-Auswertung beim Landratsamt

Das Landratsamt (LRA) hat inzwischen rund 2000 erhaltene Beschwerden der Fahrgäste ausgewertet und Brennpunkte identifiziert, wie es in einer Pressemitteilung heißt. „Dabei zeichnen sich Brennpunkte ab, wie beispielsweise die Linie 400 von Singen nach Stockach. Unter den Meldungen befinden sich viele Dopplungen, weshalb eine statistische Darstellung der Beschwerden sehr komplex und zeitintensiv ist“, so das LRA.

Ausfälle auf Linie 400

Die Auswertung der Linie 400 von Singen nach Stockach solle beispielhaft ein Eindruck der aktuellen Situation an manchen Orten verschaffen. Die Zusammenfassung lautet: „Auf der Linie 400 sind besonders die Schulen in Eigeltingen und Stockach betroffen. Bis zum 21. Januar 2020 wurden 107 Fahrtausfälle und 63 Verspätungen gemeldet. Weitere Hinweise betrafen mangelnde Ortskenntnis, nicht vorhandene oder falsche Richtungsanzeigen, zu frühe Abfahrten, Beschwerden über den Buszustand und ein falscher oder fehlender Fahrplanaushang. Als Ursache für viele Probleme wurden unter anderem fehlende Strecken- und Sprachkenntnisse oder Schwierigkeiten beim Bedienen der Technik genannt.

Wo es besser läuft

Ohne nennenswerte Vorkommnisse seien die Linien, die von der Firma Behringer bedient werden sowie der Bedarfsverkehr der Firma Schmidbauer/Fecht, so das LRA weiter: „Um auf den besonders betroffenen Linien der Firma Klink eine Besserung zu erzielen, befindet sich das Landratsamt mit der Firma in ständigem Austausch. Schwachstellen werden identifiziert und Lösungen gesucht.“ Im Raum Stockach ist mit Ausnahme von Linie 400 das Unternehmen Behringer unterwegs.

In der Mitteilung heißt es auch, dass sich erste Verbesserungen abzeichnen, da beispielsweise die Fahrer mittlerweile die Strecken besser kennen und das Landratsamt mit Technikschulungen aushilft. „Alle Betroffenen werden darum gebeten, Mängel auch künftig zeitnah zu melden, damit die Schwachstellen dauerhaft behoben werden können.“