Die Wangener Narrenzunft Mondfänger vom Untersee blickt mit gemischten Gefühlen auf die kommende Fastnacht. Ob der schon einmal verschobene Höri-Umzug 2022 in Wangen stattfinden kann, hängt wesentlich von den weiteren Entwicklungen in der Pandemie ab. Eine Entscheidung will die Zunft im Dezember treffen.

Diesen Ausblick gab Zunftmeister Patrick Willig bei der Hauptversammlung der Mondfänger, wie der Verein in einer Pressemitteilung berichtet. Mit der Versammlung wurden die vergangenen beiden Jahre abgeschlossen, nachdem letztes Jahr keine Versammlung hatte abgehalten werden können.

Was die Entscheidung über den Höri-Umzug anbelangt, so wird sich der Elferrat nach interner Abstimmung nur bei einem positiven Votum der Mitglieder für eine eventuelle Durchführung entscheiden, wie die Mondfänger erklären.

Was wird mit der Straßenfasnacht?

Viel optimistischer sind die Elferräte bei der Beurteilung der Machbarkeit einer Fasnacht im Dorf, insbesondere der Straßenfasnacht am Schmotzigen Dunschtig. Hier soll es wieder echte Fasnacht in Präsenz geben, wobei die Vorgaben der Politik dazu, die aktuell noch ausstehen, beachtet werden, wie die Zunft betont.

Im Hinblick auf die vielen offenen Fragen zur kommenden Fasnacht hat die Hauptversammlung die turnusmäßig anstehenden Neuwahlen des Elferrats um ein Jahr verschoben, so dass die gestandene Mannschaft die Herausforderungen angehen könne, wie die Mondfänger erklären. Zunftmeister Patrick Willig bedankte sich bei allen Aktiven für deren Engagement und Vertrauen.

Dorffasnacht 2021 gilt als schöner Erfolg

Die Feier zum 60-jährige Bestehen der Mondfänger im abgelaufenen Jahr fand ganz anders statt als ursprünglich geplant. Eine Jubiläumsausstellung konnte unter Mithilfe vieler Wangener gestemmt werden, die ein Fenster oder Firmen-Schaufenster mit Geschichten, Bildern und Häsern der Mondfänger gestalteten. So konnten alle Interessierten viel über die Figuren und die Namensherkunft der Mondfänger erfahren und dies – mit Corona-Sicherheitsabstand – als echte Dorffastnacht. Dafür bedankte sich die Zunft bei allen, die mitgemacht haben.

Mit vielen digitalen Aktionen und Auslieferung von handfesten Produkten ist es der Zunft gelungen, die große Schar der 140 Aktiven beisammen zu halten, wie es in der Presse-Info der Mondfänger weiter heißt. Die digitale Zeit wurde auch genutzt, um die Homepage komplett zu erneuern. Dies machten Saskia Knopf und Manuel Voelker möglich, denen ein besonderer Dank der Zunft gilt.

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Ein Jubiläumsorden konnte beim gemeinsamen Fototermin im Sommer ausgegeben werden. Die Fotos der Zunft als Ganzes und von den Gruppen wurden von Martina Bohner aufgenommen und können auf der Homepage der Zunft unter www.mondfaenger.de betrachtet werden. Einige großformatige Aufnahmen wurden bei der Hauptversammlung in der Wanghalla gezeigt. Aktive, die selber solch ein Bild für sich wünschen, können entsprechende Bestellungen aufgeben.

Es entstand auch ein gemeinsamer Videofilm der drei Öhninger Narrenzünfte, um dem Narrensamen die Zünfte nahebringen zu können. Dies wurde durch das Engagement von Maskenträger Dani Löble ermöglicht. Der Filmbeitrag der Mondfänger, in dem die Herkunft des Zunftnamens und die Gruppen vorgestellt werden, ist auf der Internetseite zu sehen.

Als echte Überraschung präsentierte Zunftmeister Patrick Willig erste Entwürfe für ein neues Mäschgerle im Comicstil, die unter Mithilfe von Dani Löble und seinem Team an Halloween entstanden sind. Ideen, das Motiv als freches Logo auf Mondfängershirts oder Tassen zu nutzen, wurden angerissen. Das Kreativteam im Elferrat will sie nun ausarbeiten.