Der 22. Oktober 1940 ist einer der schwärzesten Tage in der Geschichte Südwestdeutschlands. Innerhalb nur weniger Stunden wurde nahezu die gesamte jüdische Bevölkerung Badens, der Pfalz und des Saarlandes in das südfranzösische „Camp de Gurs“ deportiert, das größte Internierungslager in Frankreich. Ziel der sogenannten „Wagner-Bürckel-Aktion“ war es, die südwestdeutschen Gebiete als erste im Reich rasch und vollends „judenfrei“ zu machen. Gemeinsam mit dem Gäste-, Kultur- und Dorfverein Wangen erinnert der Freundeskreis Jacob Picard mit einer Videoinstallation an die Opfer von Verfolgung und Vertreibung. Zwischen 18.30 Uhr und 21 Uhr wird das Rathaus Wangen mit Erinnerungsbildern angestrahlt, am Gedenkstein am Synagogenplatz werden Lichter für die Opfer von Deportation und Verfolgung angezündet. Es wird auch der Brüder Anton Friedrich Wolf und Karl Wolf gedacht, die im September 1940 in der württembergischen Tötungsanstalt Grafeneck ermordet wurden. Die Gedenkstätte im Rathaus ist diesem Zeitfenster ohne weiteres Programm geöffnet, wir freuen uns über Besucherinnen und Besucher.

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