Das Museum Fischerhaus in Wangen überrascht die Besucher immer wieder mit außergewöhnlichen Ausstellungen. Bis zum 9. August gibt es Fotografien und Malerei von Hellmut Klocke zu betrachten.

Klocke ist vielen bekannt als ehemaliger Lehrer für Deutsch, Geschichte und Literatur an der Schule Schloss Gaienhofen. Nun widmet er sich den Künsten.

Spiegel-Blicke heißt die Ausstellung im Fischerhaus. Sie lässt Freiraum für andere Sichtweisen.

Los ging es mit Holzbalkenkonstruktionen

„Ursprünglich haben mich Fachwerkhäuser fasziniert“, schildert der Künstler, wie er zur Malerei gekommen sei. Die Holzbalkenkonstruktionen hatten für ihn eine besondere Ausdruckskraft, die er in Bildern festhalten wollte. Erst Jahre später, im jugendlichen Alter, habe Klocke dann auch die Fotografie für sich entdeckt.

Doch das reine Abbilden der Wirklichkeit reichte ihm schon damals nicht. Ver- und Entfremdung von Tatsächlichem wurden seine Leidenschaft. „Daraus entwickeln sich dann Bilder mit einem verstärkenden und durchaus amüsanten Charakter“, sagt Klocke.

Selbst vor Computerfehldrucken schreckt Klocke nicht zurück. „Hier werden Details sichtbar, die dem Betrachter sonst verborgen bleiben.“

Teilbereiche kommen verstärkt zum Ausdruck

Bei einigen seiner Fotografien setzt er eine Prismen-Tricklinse ein. Dadurch werden Teilbereiche des Fotos vermehrt und kommen so stärker zum Ausdruck. Klocke: „Durch die ständige Wiederholung und durch eine Nachbearbeitung wird manches dem Betrachter erst bewusst.“ Dazu setzt der ehemalige Lehrer verschiedene Kunstformen ein.

Gerne zeichnet er Fotos nach, um Einzelheiten hervorzuheben. Dadurch ergibt sich dann ein abstrakter Eindruck. Nur wenn Harmonie und Ausdruck der Bilder stimmig sind, so sieht es Hellmut Klocke, ziehen die Werke den Besucher in einen Bann und entfalten ihre Wirkung.

Er zerknittert auch Bilder bis man sie nicht wiedererkennt. So schafft er es, dass man über seine Werke nachdenken muss.