Die Kinderbetreuung im Öhninger Ortsteil Wangen soll erweitert werden. Der Gemeinderat hat beschlossen, den bisherigen Kindergarten zur Kinderkrippe für zwei Gruppen auszubauen und das bisherige Schulgebäude in Kindergartenräume für ebenfalls zwei Gruppen umzuwandeln. Zu den Plänen gehört dabei auch ein Anbau an das Kindergarten-Gebäude.

Für die Planung war eine Arbeitsgruppe aus Ortschafts- und Gemeinderäten, Kita-Betreuerinnen und Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung eingesetzt worden. Deren Ergebnisse wurden nun auf der jüngsten Gemeinderatssitzung vorgestellt und angenommen.

Viel Zustimmung für Arbeitsgruppe

Stefan Singer (Netzwerk) war von den Überlegungen der Arbeitsgruppe begeistert. "Anhand der Planungen ist für mich erkennbar: Hier hat man sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und gute Lösungen erarbeitet", sagte Singer.

Er traf damit die Meinung auch aller anderen Ratsmitglieder. Nun will man diese Planung zügig umsetzen. Die Nachfrage nach Kita-Plätzen ist groß, dementsprechend groß ist der Druck auf die Gemeindeverwaltung.

Im Frühjahr 2020 könnten An- und Umbau fertig sein

Hauptamtsleiter Uwe Hirt kann sich vorstellen, dass die Umbauarbeiten im Frühjahr 2020 beendet sein können. "Man muss sich engagierte Ziele setzen. Sonst wird das schon von vornherein nichts", sagt Hirt. Probleme bei der Umsetzung könnten immer noch eintreten und zu einer zeitlichen Verzögerung führen. Aber gleich von Anfang an Bedenken gegen diesem Zeitplan anzuführen, wäre nicht zielführend, so Hirt.

Da liegt er auf einer Linie mit Bürgermeister Andreas Schmid. Schmid treibt den Umbau, der sich in zwei Teile aufgliedert, im Rahmen seiner Möglichkeiten voran. Für einen Bereich sei, so Schmid, keine Baugenehmigung notwendig.

Hinzu komme, dass für die reinen Sanierungs- und Umbauarbeiten für neue Innentüren, Sanitärarbeiten, für die Anpassung der Elektrik, Verglasungs- und Zimmermannsarbeiten freihändig Angebote eingeholt werden konnten.

Erste Gewerke vergeben

Alle Gewerke lagen im Verfügungsrahmen des Bürgermeisters und konnten ohne Ratsbeschluss vergeben werden. "Das ist aufgrund der Lieferzeiten für den geplanten Zeitrahmen eine wichtige Voraussetzung", erläutert Hauptamtsleiter Hirt.

Parallel plant man nun den Umbau des ehemaligen Schulgebäudes, in dem die beiden Kindergartengruppen untergebracht werden sollen. Das erforderliche Baugesuch zur Nutzungsänderung und die ersten Ausschreibungsbeschlüsse sollen dann bei der Gemeinderatssitzung am 30. April beraten werden.