Der 13. Mal Schienerberglauf im Öhninger Ortsteil Schienen hat mit einem Novum aufgewartet: Der Lauf wurde erstmals an einem Sonntagvormittag ausgetragen. Bisher war der Termin auf den 1. Samstag im Juli festgelegt. Aus sportlichen und organisatorischen Gründen hatte man ihn in diesem Jahr verlegt und gleichzeitig in die Vormittagsstunden des gestrigen Sonntags vorgezogen.

Damit kamen die Organisatoren vom „Lädele“ in Schienen den Wünschen zahlreicher Sportler nach. Aus diesem Grund waren zum Teil neue Gesichter am Start. So auch Markus Wintersig aus Konstanz. Der für den SV Reichenau startende Läufer war zum ersten Mal dabei: „Am Samstag konnte ich nie mitlaufen, weil ich immer Arbeiten musste. Jetzt hat es geklappt. Mit gefallen solche kleinen Läufe wie hier in Schienen“, sagte er.

Gute äußere Bedingungen

Auch die äußeren Bedingungen waren wie erhofft. Insbesondere die oftmals hohen Temperaturen in den Nachmittagsstunden hatten in den Vorjahren so manchen Schienerberglauf zu einer echten Strapaze werden lassen. Weil das weder die Intention der Veranstalter noch der Teilnehmer war, ist die Verlegung des Termins keine schlechte Wahl gewesen.

Das zeigte auch die Zahl der Läufer und Nordic Walker, die am Sonntag auf die verschiedenen Strecken gingen. Mit 485 Startern entsprach das den Zahlen aus den Vorjahren und lag zum Teil sogar noch darüber: „Die Verlegung des Termins hat uns keine Teilnehmer gekostet. Eigentlich läuft alles so wie immer“, freute sich Andrea Kasper aus dem Vorstand des „Lädele“.

David Jansen läuft allen davon

Das Angebot an Kategorien reichte wie in den Vorjahren über einen 20 Kilometer, 9,5 Kilometer und 5 Kilometer-Lauf. Kinder konnten ebenfalls in den sportlichen Wettstreit treten. Auf den Kurzstrecken über einen Kilometer maßen sich die Schüler und wer schon etwas besser trainiert war, ging auf die Fünf-Kilometer-Strecke. Zur Orientierung auf den Strecken und zum Test der eigenen Fitness fanden im Vorfeld zwei Trainingsläufe mit ortskundigen Begleitläufern statt.

Am Ende waren es dann aber wieder die arrivierten Läufer, die sich auf dem Podest wiederfanden. Mit David Jansen (SV Reichenau) war auf der Kurstrecke über 9,5 Kilometer ein bekanntes Gesicht aus dem Vorjahr ganz vorne. Er benötigte 33,05 Minuten für die Distanz. Im Vorjahr war Jansen der Sieger über die längere Strecke (20 Kilometer) in Schienen geworden.

Damit war er auch der erste, der wieder an das reichhaltige Küchenbüffet zurückkehren konnte, dass man beim Schienerberglauf gewohnt ist. Dort hatten 23 fleißige Schiener Bürger wieder jeweils einen Kuchen für den Lauf zur Verfügung gestellt. Wer es zünftiger mochte, wurde selbstverständlich ebenfalls bedient.

Das Gasthaus „Hirschen“ aus Horn war mit einer mobilen Küche vor Ort, um die Besucher am Feuerwehrgerätehaus in der Ortsmitte zu versorgen. Auch Livemusik gab’s. Damit stand einem geselligen Sonntagnachmittag in Schienen nichts im Wege. Was so mancher dann mit der ganzen Familie genutzt hat.