Das dritte Wangener Seeschwimmen war ein voller Erfolg. Schwimmer, Organisatoren und Zuschauer waren gleichermaßen begeistert. Es passte einfach alles am Samstag, 7. Juli, zusammen. Ideale Temperaturen, der Untersee glatt wie ein Spiegel und ein Ablauf der einzelnen Disziplinen, der den Zuschauern Spannung pur vermittelte.

Dabei stand Heidrun Löhle, der Vorsitzenden der DLRG-Ortsgruppe Wangen anfangs die Anspannung förmlich ins Gesicht geschrieben. "Die Sicherheit der Schwimmer steht an erster Stelle", erklärte Löhle und zeigte auf, welcher Aufwand hinter dieser Veranstaltung steckte. Insgesamt 60 Rettungsschwimmer der DLRG-Ortsgruppen aus Öhningen, Wangen und Moos waren auf dem Wasser und an Land im Einsatz, um die Wettkampfteilnehmer zu begleiten und im Notfall eingreifen zu können.

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Erstmals war auch ein Team der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft (SLRG) aus Stein am Rhein mit dabei und verstärkte die Rettungskräfte zusätzlich mit einem Taucher. "Das ist schon wichtig. An der tiefsten Stelle auf der Strecke ist der Untersee 42 Meter tief", stellte Rettungsschwimmer Patrick Willig die Wichtigkeit dieser Sicherheitsmaßnahme heraus. Ergänzend begleiteten Mitglieder des Kanu-Club Singen die Schwimmer auf den 800 und 2.000 Meter langen Strecken.

So sehen Sieger aus. Von links: Nils Miedler, Kilian Träger und Matthias Gänsmantel (800 Meter), Nicky Lange, Vanessa Steigauf und Hermann Püthe (2000 Meter).
So sehen Sieger aus. Von links: Nils Miedler, Kilian Träger und Matthias Gensmantel (800 Meter), Nicky Lange, Vanessa Steigauf und Hermann Püthe (2000 Meter). | Bild: Michael Jahnke

Die Ergebnisse waren zum Teil überraschend. Auf der 800 Meter Strecke belegte mit 13:41 Minuten Matthias Gensmantel den dritten Platz. Zweiter wurde Kilian Präger. Der 12-jährige Erfurter benötigte nur 12:34 Minuten. Der deutsche Jugendmeister Nils Miedler (SSV Singen), 14 Jahre alt, brauchte nur 10:36 Minuten und belegte damit den ersten Platz. Auf der 2000-Meter Distanz gab es ebenfalls ein erstaunliches Ergebnis. Der 62-jährige Hermann Püthe aus Gottmadingen, in vielen Wettkämpfen klarer Favorit, belegte mit 27:17 Minuten Platz Drei. Vanessa Steigauf (ebenfalls SSV Singen) belegte mit 27:12 Minuten den zweiten Platz, musste sich aber von Nicky Lange, der mit 24:40 Minuten den ersten Platz belegte, geschlagen geben. Für diejenigen, die es nicht auf das Treppchen schafften, galt immer noch der olympische Gedanke: Dabeisein ist alles.