Die Wasserversorgung in der Gemeinde Mühlingen ist dank vielen Hochbehältern auf mehreren Säulen aufgestellt. In der Vergangenheit wurde immer wieder in die Technik investiert – beispielsweise in UV-Anlagen, welche das Trinkwasser vor einer Verkeimung schützen sollen. Um beispielsweise auch beim Ausfall einer Quelle durch irgendwelche Vorkommnisse gewappnet zu sein, wurden bereits an einigen Stellen Ringleitungssysteme erstellt, um das Netz von mehreren Hochbehältern aus zu versorgen.

Um zukünftig auch bei eventuell anstehenden Sanierungsmaßnahmen die Kriterien für eine Förderung zu erfüllen, sei es unbedingt erforderlich, einmal einen ganz genauen Blick auf das gemeindliche Trinkwasserleitungsnetz zu werfen und dies mittels eines Strukturgutachtens zu betrachten, so der Hinweis von Mühlingens Bürgermeister Manfred Jüppner.

Kein aktueller Handlungsbedarf in Sachen Versorgungssicherheit

Der Rat stimmte der Beauftragung eines entsprechenden Ingenieurbüros in seiner jüngsten Sitzung zu. Dies sei bis zu einer Kostenhöhe von 50.000 Euro mit einem Fördersatz in Höhe von 50 Prozent förderfähig. Es bestehe aktuell kein akuter Handlungsbedarf, so Jüppner, jedoch sei es sehr empfehlenswert, dass die Gemeinde zur Versorgungssicherheit eine Ringleitung aufbaue so Jüppner.

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Gemeinderat Peter Kible erkundigte sich, ob auch für die Stichleitungen im Bereich Gallmannsweil und Mainwangen schon Planungsideen vorlägen. Hierauf entgegnete Jüppner bereits Ideen zu haben, allerdings sei dies noch Zukunftsmusik. Es gäbe Abschnitte, die bereits eine beachtliche Anzahl von Jahren auf dem Buckel hätten, so wäre der Austausch der Förderleitung vom Gerhardsbrunnen bis zum Hochbehälter Bühl und die Hauptleitung vom Hochbehälter Bühl bis nach Hecheln eine der Strecken, für welche man wohl eher vorrangig eine Maßnahme planen müsste.

Ob hier allerdings Möglichkeiten für Zuschüsse bestünden, sei ungewiss. Die Betreuung der gemeindeeigenen Wasserversorgung wurde vor einigen Jahren an die Stadtwerke Stockach abgegeben.

FC Zoznegg klagt über Probleme beim Wasserdruck

Auch bei der aktuellen Ausschreibung für die Druckerhöhungsanlage für die Geigeshöfe übernehmen die Stadtwerke Stockach nicht nur die Bauleitung, sondern bereiten aktuell auch die Ausschreibung vor. In den vergangenen zwei Jahren kam es auf den Gehöften bei Zoznegg immer wieder zu Problemen mit der Wasserversorgung. Dies soll nun bald ein Ende haben. Auch der FC Zoznegg, der an diesem Hochbehälter angeschlossen sei, klage immer wieder über enorme Druckprobleme in seinem Clubhaus.

Jüppner sagte dem anwesenden Vorsitzenden zu, dass man die alte Leitung, die einst in Eigenleitung verlegt wurde, deren Verlauf jedoch offensichtlich nicht ausreichend dokumentiert wurde, suchen wolle. „Wir suchen die Leitung und schließen euch an“, so sein Angebot an die Fußballer, welche nur mit einem kleinen Hauswerk, wie es der Vorsitzende umschrieb, notdürftig den Betrieb der Duschen abgesichert habe. Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung, entsprechende Angebote einzuholen, um die Versorgungssicherheit der Gemeinde in puncto Trinkwasser abzusichern.