Für die erweiterte Netzabdeckung in Mühlingen könnte es wohl bald einen neuen Funkmast geben. Bürgermeister Thorsten Scigliano präsentierte den Gemeinderäten und Zuhörern in der jüngsten Sitzung ein gänzlich neues Thema. Sein Vorgänger Manfred Jüppner, so Scigliano, habe bereits mit der Firma Vintage Towers GmbH verhandelt. Durch eine Vereinbarung mit dem Land beziehungsweise den Gemeindetag wäre es möglich, einen Sendemast in der Gemeinde zu installieren. Seinerzeit habe Jüppner versucht, der Firma ein gemeindeeigenes Grundstück zur Errichtung anzubieten. Nun allerdings habe sich die Firma wohl mit einem Privatmann geeinigt, letztlich gehe es nun um die Frage der Zuwegung.

Bau auf privatem Grundstück

Das Grundstück sei ausschließlich über einen im Gemeindeeigentum befindlichen Weg zu erreichen. Somit bräuchte die Firma zur Errichtung und für die Instandhaltung sowie den Betrieb die Sicherheit eines Wegerechtes. „Eine Verhinderung des Wegerechtes ist nicht mein Ansinnen und würde sich auch schwierig darstellen lassen“, so Scigliano.

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Fragen der Gemeinderäte zielten nicht auf eine ernsthafte Verhinderung des Projektes, sondern ganz gezielt auf den Netzbetreiber und die geplante Technik ab. Nur Reinhold Stroppel fragte ob der Funkmast-Pläne: „Ist der notwendig?“

Noch unklar, ob 4G oder 5G geplant ist

Als Netzbetreiber stecke Vodafone für einen weiteren Ausbau seines Angebotes hinter der Initiative, hieß es im Gemeinderat. Ob nun letztlich 4G oder 5G angeboten werden solle, konnte der Bürgermeister nicht zu einhundert Prozent beantworten. Aber seiner Einschätzung nach werde es sich bei einer Neueinrichtung vermutlich doch eher um die neuste 5G-Technik handeln.

Der Rat beauftragte Scigliano, in die Verhandlungen einzusteigen, mit einer jährlichen Zahlung in Höhe von 1500 Euro als Entschädigung für das Wegerecht. Ob diese Rahmenbedingung letztlich durchsetzbar ist, blieb offen.