Die Starkregenereignisse der Vergangenheit liegen zwar einige Zeit zurück, jedoch hatte die Gemeinde Mühlingen sich in den vergangenen Jahren mehrfach mit dem Thema auseinandersetzten müssen.

Auch Adrian Delhey aus dem Ortsteil Zoznegg machte sich vor Ort ein Bild, gerade Zoznegg war bei den vergangenen Starkregenereignissen immer stark betroffen
Auch Adrian Delhey aus dem Ortsteil Zoznegg machte sich vor Ort ein Bild, gerade Zoznegg war bei den vergangenen Starkregenereignissen immer stark betroffen | Bild: Doris Eichkorn

Einige Bereiche konnten bereits mit einfachen Lösungen entschärft werden, wie die Gemeindeverwaltung an einem Informationsabend zeigen konnte. Einige Bereiche jedoch zeigen sich vielschichtiger und können nur verbessert werden, wenn auch die Grundstückseigentümer sich an einer Maßnahme beteiligen.

Bestimmte Grundstücke haben eine Schlüsselfunktion

Betroffen sind unter anderem die Anwohner aus dem Zoznegger Hopfenbühl, durch deren Gärten und Häuser mehrfach ungehindert die Wassermassen geflossen sind. Der Feldweg, welcher in Richtung Lehrbienenstand verläuft und die nebenliegenden Grundstücke haben dort eventuell eine Schlüsselfunktion, um für die Zukunft wieder Überflutungen zu vermeiden.

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Dies zeigten die Erfahrungsberichte der Anwohner und die Betrachtung des erstellten Gutachtens durch den Fachplaner Johannes von Morstein, welcher die Pläne des beauftragten Ingenieurbüro Langenbach aus Sigmaringen präsentierte. Er zeigte die Möglichkeiten, Wasser zu lenken, und die unterschiedlichen Bauwerke, mit welchen man die zusammengeführten Wassermengen dann auch in ihrer Wirkung brechen kann.

Gitter und Stäbe können das Wasser umlenken

Dies geschehe beispielsweise mit eingebauten Gittern und Stäben, welche als Bauwerke an Einläufen auch in Form von Rechen die Funktion eines Geröllfangs übernehmen könnten. Jürgen Kibler wies auf den neben seinem Grundstück verlaufenden Entwässerungsgraben hin, welcher als Maßnahme bei der geplanten Baugebietserweiterung eingebaut wurde.

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Sauermilch präsentierte nicht nur das für die Gesamtgemeinde denkbare Konzept und die Lösungsansätze, sondern hatte auch eine Vielzahl von Schutztipps für die interessierten Zuhörer, Haus- und Wohnungseigentümer im Gepäck. Nun kann der Rat Stück für Stück versuchen, in den kommenden Jahren die Brennpunkte in der Gemeinde zu entschärfen.