Die Neuverpachtung der Jagdreviere in der Gemeinde Mühlingen war Thema in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Für Mühlingens Bürgermeister Thorsten Scigliano war es die erste Jagdverpachtung in seiner Amtszeit. Zuletzt wurden in Mühlingen vor 12 Jahren die Jagdreviere turnusmäßig neu verpachtet.

Nach der Vorstellung der Jagdgebiete und einigen groben Informationen zu den daraus resultierenden Einnahmen aus der Jagdverpachtung und den Feldern, in welche diese Einnahmen fließen, wechselte die Diskussion dann schnell in den Gemeinderat.

Sind die Ortschaftsräte nah genug dran?

Hier war es Ratsmitglied Christoph Auer, welcher mit Vehemenz seinen Standpunkt einbrachte, dass die Jagdgenossenschaft der geeignetere Ansprechpartner im Rahmen der Verpachtung wäre als die jeweiligen Räte. „Der Ortschaftsrat ist viel zu weit weg von diesem Thema“, so seine Bedenken. „Es sind doch drei Gruppen, welche ein Interesse daran haben, dass die Jagd gut betrieben wird“, so Auer: die Gemeinde, die Grundstückseigentümer und die Bewirtschafter.

Unter den Zuhörern waren offensichtlich auch einige am Thema interessiert, welche nach den Ausführungen von Bürgermeister Scigliano und der Abstimmung des Rates für ihre Bewerbung notieren konnten, dass es ab sofort in Mühlingen ein Punktesystem geben wird: Mit Hilfe dieses Systems entscheidet dann der für die Vergabeentscheidung zuständige Ortschaftsrat.

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Beim Punktesystem, das der Gemeinderat beschloss, gibt es unterschiedliche Ansätze. Interessenten, welche bereits gepachtet haben oder ihren Erstwohnsitz in der Gemeinde haben können hierbei profitieren.

Der Gemeinderat stimmte der Veröffentlichung der Ausschreibung und der Neuverpachtung zum 1. April zu. Eine Sitzung der Jagdgenossenschaft soll einberufen werden. Die Jagdverpachtung sei in Mühlingen nicht zuletzt durch die einstigen Eingemeindungsverträge geregelt, erklärte Mühlingens Hauptamtsleiter Edwin Sinn den Räten und den Zuhörern.