Der Stromliefervertrag der Gemeinde Mühlingen läuft zum 31. Dezember 2020 aus. In einer beschränkten Ausschreibung bat die Gemeinde um Angebote von sechs Anbietern. Es wurde vergleichsweise jeweils um ein Angebot von konventionell erzeugtem, sowie Strom aus erneuerbaren Energien gebeten. Nach Ablauf der Angebotsfrist am 14. September wurden die Angebote durch die Verwaltung ausgewertet. In der letzten öffentlichen Ratssitzung wurde dann dem günstigsten Bieter, der EnBW Ostwürttemberg DonauRies (ODR) AG als zukünftigem Anbieter der Zuschlag für die Stromlieferung für die kommenden zwei Jahre erteilt.

Der Rat fällte die Entscheidung zugunsten des Ökostromangebotes. Die Preisdifferenz zwischen konventionell erzeugtem und Ökostrom beträgt 368 Euro. „Die Preise an den Strombörsen sind über die vergangenen drei Jahre wohl kräftig gestiegen“, so Kämmerer Klaus Beck, welcher den Tagesordnungspunkt detailliert vorstellte. So ergeben sich für die Gesamtabnahmemenge von rund 530.000 kW höhere Kosten von geschätzt rund 5000 Euro im Vergleich zum bisherigen Vertrag.

Einige Fragen ergaben sich aus der vorgestellten Tabelle, welche alle 53 Abnahmestellen separat aufführte. So fiel Gemeinderat Peter Kible der immens hohe Verbrauch in der Kinderkrippe ins Auge. Auch die Verwaltung kenne diesen Posten, und man habe sich bereits damit beschäftigt so Bürgermeister Manfred Jüppner. Nicht zu vergessen sei allerdings, dass die Waschmaschine und die Spülmaschine dort mehrmals täglich laufen. Der ebenfalls in der Sitzung anwesende Bürgermeisterkandidat Thorsten Scigliano erinnerte am Ende der Sitzung im Rahmen der Bürgerfragestunde kurz an einen Besuch in der Kinderkrippe bei welchem ihm die Mitarbeiterinnen erzählten, dass es bei ihnen immer sehr warm sei. Hier könnten die Heizung oder eventuell eine Umwälzpumpe einmal überprüft werden, so sein Hinweis.

Die Gemeinde serzeugt mit mehreren Photovoltaik (PV)-Anlagen einigen Strom auch selbst. Auch wird beispielsweise der erzeugte Strom von der PV-Anlage auf dem Dach des gegenüberliegenden Bauhofs als Strom für das Rathaus mit rund 25 bis 30.000 kW verbraucht.

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