Die Teilumstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik war ein Thema in der jüngsten Sitzung des Mühlinger Gemeinderats. Es gab noch keine Entscheidung, aber eine Idee, die diese erleichtern soll, da es im Gewerbegebiet Bruckwiesen im Ortsteil Mühlweiler den Leuchtenpark der Netze BW gibt und der Rat dort verschiedene Modelle anschauen könnte.

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Ein Zuschussantrag für eine Umstellung auf LED, mit dem es Fördermittel des Bundes gäbe, wäre möglich, war in der Sitzung zu erfahren. Ein weiterer Vorteil der Umstellung: Zugleich gäbe es auch beachtliche Stromeinsparungen, welche zu einer schnellen Amortisation führen würden. Daniel Lupfer stellte im Auftrag der Netze BW die Möglichkeiten in der Sitzung des Gremiums vor. Er schlug vor, eine Priorisierung zu machen, und die 430 Leuchten in allen Ortsteilen und entlang verbindender Geh und Radwege in Abschnitten auszutauschen.

Wärmeres Licht auf den Straßen von Mühöingen. Die Kosten für die Umstellung belaufen sich auf rund 180 000 Euro. Bild: Doris Eichkorn
Wärmeres Licht auf den Straßen von Mühöingen. Die Kosten für die Umstellung belaufen sich auf rund 180 000 Euro. Bild: Doris Eichkorn

Bereits im Jahr 2009 hatte die Gemeinde Mühlingen eine große Anzahl von Leuchten auf die Gelblichtleuchten umgestellt, welche einst als besonders insektenfreundlich galten und mit dem warmen und gedämpften Schein als weniger störend angesehen wurden, wenn ihr Licht in den Abendstunden in ein Zimmer schien. Leider, so Lupfer, hätten diese Lampen die ursprünglich prophezeite Lebensdauer nicht erreicht. Nun könnte man diese mit einem Zuschuss in Höhe von 20 Prozent in hocheffiziente LED-Technik wandeln, und nebenbei noch viel Strom einsparen, erklärte er.

Alte Masten können genutzt werden

Gemeinderat Edgar Speck war wichtig, wenn möglich nur die Leuchtenköpfe zu tauschen. Stefan Schilling, der es ebenso sah, fragte nach Beispielen in der Gemeinde, an denen man bereits neue Leuchtkörper auf den farbigen alten Grundmasten sehen könne. Er erhielt die Antwort, dass es durchaus möglich sei, vorhandene Masten zu erhalten und sogar in der Gemeinde selbst im Leuchtenpark der Netze BW im Gewerbegebiet die unterschiedlichsten Typen zu besichtigen.

Gemeinderat gibt grünes Licht

Schnell nahm der Gemeinderat den Vorschlag an, die Leuchten bald vor Ort in Funktion zu besichtigen. Denn nur wenige Minuten zuvor hatte der Rat aufgrund der Komplexität und des großen Investitionsvolumens bei der Umsetzung der gesetzlichen Forderung zum barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen im Gemeindegebiet einen gemeinsamen Vor-Ort-Termin beschlossen. Bei einer Fahrt durch die Ortsteile könnten die Räte auch die Vielfalt der bereits installierten Leuchten visuell aufnehmen und sich für die ihnen preislich und optisch zusagendste Variante entscheiden, so Bürgermeister Manfred Jüppner.

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Zuerst hatten Räte Sorgen in den wirtschaftlich offensichtlich zunehmend schwächeren Zeiten und eventuell geringer ausfallenden Gewerbesteuereinnahezeiten noch zusätzlich Geld für Dinge auszugeben, die eigentlich noch funktionsfähig wären. Letztlich aber sah man auch, dass die Stromeinsparung die Gemeindekasse mehr entlaste, als man zuerst annahm.

Umstellung im Jahr 2021/22

Zudem werde laut Lupfer auch noch einiges an Zeit vergehen, da nach der Beauftragung und der Antragsstellung dann erst die Prüfungsphase komme, bevor man mit einem positiven Bescheid rechnen könne. Dann müsste die Umrüstung wiederum innerhalb eines Jahres stattfinden, da dieser eine Gültigkeit von einem Jahr habe. Man könne somit den Umsetzungszeitraum im Jahr 2021/22 ansiedeln. Notfalls könne man auch die gesamte Maßnahme einfach nicht durchführen sollte es die aktuelle Lage nicht erlauben, führte Lupfer weiter aus.

Für die Antragsstellung ist eine Grundlagenermittlung bis hin zur Objektbetreuung zwingend. Die Netze BW würden diese bei einer entsprechenden positiven Entscheidung des Rates dann auf Grundlage der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) im Auftrag übernehmen. Würden alle verbleibenden alten Leuchten ersetzt, müsste die Gemeinde mit einer finanziellen Belastung von rund 180 000 Euro rechnen, hieß es in der Sitzung des Gemeinderates.