Nach einer erfolglosen Ausschreibung ist es nun fix: Das neue Fahrzeug für die Mühlinger Feuerwehr kommt. Bereits mehrfach tauchte die Ersatzbeschaffung für das in die Jahre gekommene Zoznegger LF 8 aus dem Jahre 1986 auf der Tagesordnung des Gemeinderates auf. Die letzte Ausschreibung war erfolglos. Bei der erneuten beschränkten Ausschreibung, bei der vier Hersteller um die Abgabe eines Angebotes nach dem erstellten Leistungsverzeichnis gebeten wurden, gab es einen Rücklauf von zwei Firmen.

Ausgaben höher als geplant

Um die bereits in Aussicht gestellten Zuschüsse nicht zu gefährden, schlug die Verwaltung dem Gemeinderat vor, eine Vergabe zu beschließen, wenngleich auch die einst anvisierten Kosten in Höhe von 200 000 bis 220 000 Euro nun deutlich überschritten werden.

Der Abteilungskommandant der Abteilung Zoznegg, Philip Uhl, stellte die Feuerwehrtechnik und die besonderen Spezifikationen des MLF auf Bitte von Bürgermeister Manfred Jüppner vor. Dieses hatte die Firma Ziegler zum Bruttopreis von 257 395,31 Euro angeboten.

Es handle sich um ein gut ausgestattetes Einsatzfahrzeug mit sechs Sitzplätzen, welche nicht gänzlich der Wunschanordnung entsprächen, jedoch so wie angeboten bestellt würden. Es handle sich nicht wie beim zweiten teureren Angebot um ein Fahrzeug mit Alureifen, so sein versteckter Hinweis auf die von den Verantwortlichen bevorzugtere Variante des robusten Sprintermodells.

15 Monate Lieferzeit

Die Lieferzeit beträgt nun ab Vergabe, welcher der Rat trotz höheren Ausgaben zugestimmt hat, rund 15 Monate. Aus dem Ausgleichsstock gibt es einen Zuschuss in Höhe von 60 000 Euro und von der Fachförderung Feuerwehr 66 000 Euro.

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Jüppner und eine Abordnung der Feuerwehr hätten bereits ein baugleiches Fahrzeug in Aulfingen besichtigen können und sich von seinen Vorzügen vor Ort ein Bild machen können. Damit in Zeiten der Corona-Pandemie Fristen nicht verstreichen und Zuschüsse nicht verlorengehen, bedarf einer guten Zusammenarbeit der einzelnen Akteure. So wurde das Angebot nach der Submission geprüft, und auch bereits über ein Zusatzmodul nachgedacht. Damit hätte die Gemeinde bei zusätzlicher Ausstattung des neu bestellten Fahrzeuges mit einem Hygieneboard ein Fahrzeug, das die ab kommendem Jahr für alle Feuerwehren kommende Zusatzaustattung als reguläres Austattungsmodul bereits für eines der Fahrzeuge in der Gemeinde erworben. Das Sprinterfahrgestell habe auch mit seinem großen Platzangebot für die Beladung gepunktet, so Uhl. Auch die Möglichkeit 1000 statt 600 Liter Wasser in einem Tank für einen Erstangriff dabeizuhaben, sei ein wichtiges Detail.

Die Frage aus dem Rat, ob die Beladung dann noch separat hinzukomme, konnte dahingehend beantwortet werden, dass die erforderliche Neuausstattung bereits im Preis enthalten sei. „Es macht keinen Sinn eine über 30 Jahre alte Motorsäge mitzunehmen“, so Jüppner.

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