Der Gemeinderat von Mühlingen hat erneut über das Thema Kinderbetreuung in Zeiten der aktuellen Corona-Verordnung gesprochen. Es ging es um die Kosten für Kommune und Eltern. Kämmerer Klaus Beck stellte unterschiedliche Varianten für die Erhebung der Betreuungsgebühren vor.

Für den Monat April hatte der Gemeinderat bereits in seiner vorhergehenden Sitzung die eventuell fälligen Gebühren erlassen. Für die Zeit der Notbetreuung und der später erweiterten Notbetreuung habe man die Zahl der tatsächlich in Anspruch genommenen Tage insgesamt über alle Einrichtungen erhoben. Zu beobachten sei gewesen, dass die Anzahl der betreuten Kinder in Mühlingen ab dem 18. Mai Tag für Tag stetig zugenommen habe.

Vereinfachte Abrechnung

Da eine tageweise Abrechnung der Betreuungsgebühren einen immensen Kostenaufwand seitens der Kommune bedeuten würde – angefangen von der Dokumentation in den Betreuungseinrichtungen bis hin zur Erstellung des jeweiligen Bescheides – schlug die Gemeindeverwaltung dem Mühlinger Rat folgenden Ansatz vor: Eltern, deren Kinder den Kindergarten oder die Krippe nicht besucht haben, können mit dem Erlass der Gebühren rechnen. Wer seine Kinder mehr als 75 Prozent der Zeit in die Betreuungseinrichtungen gebracht hatte, bezahlt den üblichen Beitrag. Bei 40 bis 75 Prozent wird der halbe Beitrag erhoben, bei weniger als 40 Prozent ein Viertel des normalerweise fälligen monatlichen Beitrags.

Das könnte Sie auch interessieren

Bürgermeister Manfred Jüppner sagte dazu, die Gemeindeverwaltung hoffe nun sehr, dass die Mühlinger Eltern Verständnis für die Regelung hätten. Die Lohnkosten für die Erzieherinnen seien vollumfänglich von der Gesamtgemeinde getragen worden.

Für die Notbetreuung in der Grundschule wurde der Vorschlag unterbreitet, diese mit demselben vereinfachten Schlüssel abzurechnen. Seit dem 29. Juni ist nun in allen Kinderbetreuungs-Einrichtungen der Gemeinde Mühlingen wieder der Regelbetrieb aufgenommen worden.