Die Gestaltung der Mühlinger Friedhöfe rückte bei der jüngsten Ratssitzung wieder einmal in den Blickwinkel. Dabei beschloss der Rat, auf dem Friedhof in Gallmannsweil eine moderne Form der Bestattung vorzusehen: ein sogenanntes gärtnergepflegtes Urnenfeld. Damit stimmte er einem Vorschlag von Bürgermeister Thorsten Scigliano zu.

Dittmar Wilden von der Mühlinger Gartenbaufirma estate care war zwar vor Ort, um eventuelle Fragen zu beantworten, konnte sich jedoch tatsächlich entspannt zurücklehnen. Anhand von Bildern sahen Zuhörer und Rat, wie moderne Grabfelder für Urnen heutzutage aussehen können. Der Vorschlag der Gemeindeverwaltung war ein Oval, mit einem Strauch in der Mitte, um über die Jahre eine immer größer werdende Menge an Laub zu verhindern.

Urnenwände sollen nicht erweitert werden

Wer sich dort für eine Bestattung seiner Urne in der Erde einen Platz aussucht, für den wird dann ein Stein vorrätig sein. Dieser dient als individualisierbarer Grabsteinersatz. Die Überlegungen stehen für den Ersatz der Urnenwände, welche in Gallmannsweil vollständig belegt sind und für die keine Erweiterung vorgesehen ist.

Es stelle sich bei den Urnen in den Wänden auch im Anschluss die Frage nach der Verwahrung nach Ablauf der Ruhefrist, so die Überlegungen im Rat. Wer also zukünftig seine Urne im gärtnergepflegten Grabfeld mit Stein bestatten lässt, für den verbleibt die Urne dann in der Natur, ohne dass nochmalige Überlegungen von Hinterbliebenen nach Ablauf der Ruhefrist erforderlich wären.

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Das Gallmannsweiler Urnenfeld soll umrahmt werden von einem gepflasterten, zwei Meter breiten Weg. Es soll 25 Ruheplätze bergen. Rund um das Feld soll ein Gewebe unter der umgebenden Schotterbedeckung dafür sorgen, dass man nicht mehr so stark einsinkt wie bisher und so den Besuch etwas barrierefreier werden lassen.

Der Verwaltung lag für die Neugestaltung ein Angebot in Höhe von 16.131 Euro vor. Die genaue Kalkulation der Gebühren muss noch erfolgen, die Kosten für die Pflege sollen jährlich rund 600 Euro betragen.