Doris Eichkorn

Kürzlich ging es im Mühlinger Gemeinderat um den Planungsentwurf für das Baugebiet Grundäcker in Gallmannsweil. Das neue Baugebiet hat eine bebaubare Fläche von 10.300 Quadratmeter und liegt zwischen dem Nollenweg und der Waldgaß. Es schließt an das alte Baugebiet Gassenäcker an.

Dirk Langenbach, vom Ingenieurbüro Langenbach, welches mit der Vorplanung beauftragt wurde, präsentierte dem Rat den aktuellen Planungsentwurf auch mit den Lösungen zur Entwässerung. Die Einleitung des Schmutzwassers erfolgt in den vorhandenen Kanal des Nollenweges, das Oberflächenwasser aus dem Baugebiet soll über eine Regenwasserkanalisation mit einer angeschlossenen Versickerungsmulde geleitet werden. So soll eine gedrosselte Einleitung des Oberflächenwassers in den Mischwasserkanal erfolgen.

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Der Planungsentwurf sah die Möglichkeit von Solarlampen im Baugebiet vor, hierzu wollte der Rat jedoch noch keinen Beschluss fassen. Entschieden wurde jedoch, die vom Büro eingeplanten Bauminseln mit jeweils vier Quadratmeter in die Baugrundstücke zu legen. Grundstückskäufer müssen dies dann bei ihren Planungen beachten. Was Straßenbreite oder Bordsteine betrifft, gleicht sich das Baugebiet an das jüngst geplante Baugebiet Kreuzacker in Mühlingen an. Die Kostenschätzung für die Erschließungsmaßnahmen im Baugebiet beläuft sich auf 2,59 Millionen Euro.

Thüga verzichtet auf Bau von Leitungen

Allerdings werden die Grundstückseigentümer bei ihren Gebäuden auf die Energiequelle Gas verzichten müssen. Das bisher im Gemeindegebiet als Versorger im Bereich Gas tätige Unternehmen Thüga will aktuell keine weiteren Gebiete mit Leitungen versorgen, informierte Bürgermeister Thorsten Scigliano.

Der Rat stimmte dafür, die wasserrechtliche Genehmigung mit der dazugehörigen Entwurfsplanung abzuschließen. Eine Erschließung des Baugebietes sah der Rat jedoch als aktuell nicht leistbar. Zuerst soll nun das Baugebiet Kreuzacker in Mühlingen baureif gemacht werden.