Wenn ein Verein in seiner Hauptversammlung auf das vergangene oder auch die vergangenen zwei Jahre zurückblickt, gibt es oft viel und zugleich wenig zu berichten. So auch bei der Hauptversammlung des großen Sportvereins Gallmannsweil. Einige verdiente Mitglieder wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Es war das erste Mal seit längerem, denn am Versammlungsabend blickte der Sportverein Gallmannsweil nicht nur für ein Jahr zurück.

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Helmar Baumann, welcher den Verein ganz besonders als Vorsitzender viele Jahre mit viel Einsatz, Tatkraft und dem Bau des Trainingsplatzes prägte, ist nun Ehrenmitglied. Ebenso Gerhard Langanki, der im SV Gallmanssweil nicht nur als Spieler und Trainer, sondern in fast allen erdenklichen Positionen des Sportvereins Gallmannsweil seine Handschrift sehr deutlich hinterlassen hat, zum Beispiel auch im Jugendbereich. Josef Messmer gehört auch zu der Riege. Er hat als Spieler und Schriftführer die Vereinsgeschichte mitgestaltet.

Viel Unterstützung für den Verein

Manfred Schilling war Spieler, Trainer und langjähriger Kassier, der auf die solide Finanzlage des Vereins achtete. Oswald Renner ist nun auch Ehrenmitglied. Er gehörte viele Jahre dem Vorstand als Beisitzer an, und unterstützte und begleitete ebenso wie Eugen Schmid den Verein über die aktive Zeit hinaus, auch in jeder Situation und bei vielen unbemerkten Dingen.

Viele Veranstaltungen fielen ins Wasser – dank Corona

Die Berichte des Vorstandsteams und Schriftführers zeigten die Vielfalt der entfallenen Aktivitäten an: Kein Forellenessen, keine Sportwoche, kein Rundenabschluss, keine Weihnachtsfeier waren hierbei Sätze, die sich auch im Schriftführerbericht von Katharina Eichkorn und Andreas Maier widerholten. Gerade im finanziellen Bereich bemerkte man die fehlenden sportlichen Aktivitäten und Feste deutlich als großes Minus im Kassenbericht von Kassier Bertold Wegmann.

Veränderungen im Vorstand

Kleine Lichtblicke waren hier das Wurstsalatessen, welches äußerst spontan die Möglichkeit zwischen zwei Corona-Wellen schaffte, sich einmal wieder zu einer Veranstaltung im Vereinsheim zu treffen. Notwendige Anschaffungen, fehlende Einnahmen und die abzuführende Körperschaftssteuer ließen die Zuhörer auf ein schnelles Ende jeglicher Einschränkungen für Vereine in der kommenden Zeit hoffen. Die beiden Kassenprüfer attestierten eine tadellose Kassenführung und so erfolgte die Entlastung von Kassier und Vorstand einstimmig.

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Bei den Wahlen gab es eine Veränderung: Marco Traber folgt auf Achim Ramsperger, welcher krankheitsbedingt seinen Beisitzerposten abgeben wollte. Viele Anwesende zollten ihm im Gespräch mit dem SÜDKURIER ihren Respekt für die nicht einfache Entscheidung. Sie wünschten ihm alles Gute für die kommende Zeit. Im Rückblick von Ralf Maier, der in seinem Amt als Jugendleiter erneut bestätigt wurde, gab es einen deutlichen Mangel an Betreuern anzumerken. „Lasst uns die Last auf mehr Schultern verteilen“, so ein Apell an die Anwesenden.

Lob für die Betreuer

Er hatte auch die Bitte, im Umfeld Augen und Ohren offen zu halten, wer vielleicht auch nur ab und an für die Betreuung oder Organisation einer Jugendmannschaft bereit wäre. Er sprach allen Betreuern ein großes Lob aus und blickte auf die Erfolge und die einzelnen Jugenden zurück. Ein großes SG Sommerfest sei bereits für alle Jugendspieler in Planung. Dort soll wieder ein aktuelles Gruppenfoto aller acht Jugendmannschaften gemacht werden.

Jugendleiter Ralf Messmer möchte die Eltern von Kindern ermuntern, ihre Kinder einmal zum Schnuppern vorbeizuschicken. Denn Fußball sei mehr, als der Kampf um Siege und Punkte. Es sei ein Bewegungssport, welcher auch im Bereich Koordination und strategisches Denken die Kinder genauso in ihrer Entwicklung fördere wie in den sozialen Bereichen. Wöchentliche Trainingseinheiten bringen den Kinder auch Kontinuität näher. Durch Erfolge und Misserfolge, die gemeinsam als Mannschaft errungen, aber auch ertragen werden, könnten sie vielleicht auch in ihrer Schullaufbahn oder im Berufsleben automatisch besser zurechtkommen.