Der aktuelle Standort der Altglas-Container im Mühlinger Teilort Gallmannsweil entpuppte sich in der jüngsten Sitzung des Mühlinger Gemeinderates als heiß diskutiertes Gesprächsthema. Wegen einer Beschwerde der Nachbarn brachte Ortsvorsteher Edgar Speck das Thema in den Rat. Er sprach das Thema allerdings erst an, nachdem sich auch der Ortschaftsrat in seiner vergangenen Sitzung mit diesem Thema auseinandergesetzt hatte.

Die Glas-Container stehen aktuell am Schlachthaus in der Waldgaß. Und das bereits seit vielen Jahren. Der Grundstücksnachbar habe sich nun offensichtlich an Gerüchen, die durch die eingeworfenen Flaschen entstünden, belästigt gefühlt. Ob eine Verlagerung des Standortes Sinn ergebe, war schnell ausdiskutiert, da die beiden angesprochenen Alternativstandorte beim Sportplatz in der Kroppengaß und dem Friedhof nicht in Frage kamen. Beide Male läge der neue Standort außerhalb des Ortsteils Gallmannsweil. Somit wäre nicht gewährleistet, dass kein Unfug mit den Behältern getrieben würde, argumentierte der Ortschaftsrat.

Kontrolleffekt wird angestrebt

Die Gemeinderäte anderer Teilorte merkten an, dass die Container-Standorte überall innerhalb des Ortes seien und man so eben den erwünschten Kontrolleffekt habe. Es sei auf diese Weise sichergestellt, dass niemand umherstehende Flaschen zerschmettere. Bei der Bauplatzwahl und Baugenehmigung sei den Bauherren ersichtlich gewesen, dass sie ihr Haus neben dem örtlichen Schlachthaus und den Altglas-Containern bauen.

Im Juni 2019 stimmte der Gemeinderat stattdessen – mit dem Hinweis an die Baurechtsbehörde, dass sich ein Schlachtbetrieb in der unmittelbaren Nachbarschaft befinde – dem Bau des Wohnhauses zu. Es sei angemerkt worden, dass es durch dessen Betrieb auch hier zu Beeinträchtigungen und Gerüchen kommen könne.

Die Gemeinderäte beschlossen, dass die Altglas- sowie der Kleider-Container an ihrem derzeitigen Standort stehen bleiben.