Die Gemeinde Mühlingen hat ihre Jahresrechnung 2018 vorgestellt. Sie ist wieder ein sehr umfangreiches Zahlenwerk, umfasst 263 Seiten und beinhaltet viel bereits Prognostiziertes, aber auch manche Veränderung bei den Kosten.

Ein Beispiel hierfür sind gestiegene Ausgaben in Höhe von 688 652,45 Euro in den Bereichen Personal, Beschaffungen und laufender Unterhalt sowie Verwaltungs- und Betriebsausgaben und nicht zuletzt für Steuern und Versicherungen. Diese wurden in Form eines Nachtragshaushaltes bereits in der vergangenen Amtsperiode des Gemeinderates genehmigt.

Jahr der Baugebiete

Das Jahr 2018 war für die Gemeinde Mühlingen das Jahr der Baugebiete. Nach dem Erwerb der entsprechenden Flächen konnten gleich an mehreren Orten in Mühlingen selbst, aber auch in allen anderen Ortsteilen nach und nach Baugebiete entwickelt werden. Dies zog immense Kosten für die Gemeinde nach sich.

Vielfach musste die Gemeinde in Vorleistung gehen, so gerade im Bereich der Versorgung mit Breitband und Gas. Ausgaben, die dann erst wieder beim Verkauf der entsprechenden Grundstücke über die jeweiligen Erschließungsbeiträge zurückfließen werden. Im Baugebiet Göhren waren dies 295 206 Euro, im Baugebiet Vettersbrunnen Breite II 619 358 Euro.

Rücklagen steigen an

Der aktuelle Stand der Rücklagen der Gemeinde Mühlingen wuchs auf dem Papier stark an. Allerdings weist Kämmerer Klaus Beck darauf hin, dass die Zuführung von über 600 000 Euro in die allgemeine Rücklage schon im kommenden Jahr nach der Abrechnung obiger Baugebiete aufgebraucht sein dürfte.

Der Schuldenstand der Gemeinde blieb zum Stichtag 30. Juni 2018 trotz unzähliger Ausgaben unter anderem für den Breitbandausbau und die Erschließung von Baugebieten unverändert bei 285 Euro pro Kopf der 2460 Einwohner. Das Wertevermögen der Gemeinde Mühlingen hat sich in den vergangenen zehn Jahren um rund 48 Prozent erhöht und liegt aktuell bei rund 25,6 Millionen Euro.